Zoll stoppt Kühltransporter mit zwei Tonnen illegaler Lebensmittel aus Moldau
Veronique HänelZoll stoppt Kühltransporter mit zwei Tonnen illegaler Lebensmittel aus Moldau
Zollbeamte in Bielefeld haben einen Kühltransporter mit illegalen Lebensmittelimporten aus Moldau beschlagnahmt. Das Fahrzeug wurde auf der Autobahn A44 in der Nähe von Bad Wünnenberg angehalten, nachdem Beamte verbotene Waren entdeckt hatten – darunter rohes Fleisch, Käse und Eier. Gegen zwei Personen wird nun wegen Steuerhinterziehung und Verstößen gegen Einfuhrbestimmungen ermittelt.
Der aus Moldau kommende Transporter war bei einer Routinekontrolle gestoppt worden. Im Inneren fanden die Beamten fast zwei Tonnen Fleisch und Käse, rohe Eier, frisches Obst und Gemüse – allesamt Waren, die entweder einem EU-Einfuhrverbot unterliegen oder für die keine Zollabgaben entrichtet wurden. Zur Ladung gehörten zudem 2,8 Kilogramm Kaffee, 4,5 Liter Alkohol sowie verschiedene Paketsendungen.
Der Fahrer gab an, die Waren seien für moldauische Staatsbürger in Irland bestimmt gewesen, konnte jedoch keine Zollpapiere vorlegen. Die leicht verderblichen Lebensmittel wurden nach Rücksprache mit dem Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Soest von einem Entsorgungsunternehmen vernichtet. Der Fahrer hinterlegte eine Kaution in Höhe von 2.000 Euro zur Deckung der Lager-, Entsorgungskosten und möglicher Strafen.
Zwischen 2023 und 2025 verzeichnete der deutsche Zoll rund 1.200 Fälle illegaler Lebensmittelimporte, oft mit kontaminierten Produkten aus Asien. In vielen dieser Vorfälle stellten Fisch, Gewürze und Fleisch ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.
Mittlerweile wurden Strafverfahren gegen den Fahrer und eine weitere Person eingeleitet. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Behörden, gegen illegale Lebensmittelimporte und Steuerhinterziehung vorzugehen. Die Kontrollen von Risikosendungen an den EU-Außengrenzen werden fortgesetzt.






