Vorsicht bei Zweitmarkt-Tickets: Betrug, Fälschungen und versteckte Kosten drohen
Hans-Günther KlappVorsicht bei Zweitmarkt-Tickets: Betrug, Fälschungen und versteckte Kosten drohen
Konzerttickets kaufen kann knifflig sein – besonders, wenn Veranstaltungen schnell ausverkauft sind. Viele Fans wenden sich dann an Zweitmarkt-Plattformen, doch dort warten oft überteuerte Preise, versteckte Gebühren oder sogar gefälschte Tickets. Verbraucherschützer warnen nun vor den Risiken und geben Tipps, wie man Betrug vermeiden kann.
Beliebte Konzerte sind oft innerhalb weniger Minuten ausverkauft, sodass Fans auf Weiterverkaufsseiten ausweichen. Dort werden Tickets jedoch häufig zu weit höheren Preisen angeboten als im ursprünglichen Vorverkauf. Zusätzliche Kosten wie Servicegebühren sind mitunter im Kleingedruckten versteckt – am Ende zahlen Käufer so deutlich mehr als erwartet.
Bei einigen Veranstaltungen kommen inzwischen personalisierte Tickets zum Einsatz, die nur mit einem Ausweisdokument des namentlich genannten Besuchers gültig sind. Stimmt der Name auf dem Ticket nicht mit dem des Käufers überein, kann das Personal am Eingang die Einlassverweigerung aussprechen. Viele, die Tickets aus zweiter Hand erwerben, werden von dieser Regel überrascht, weil sie die Details nicht prüfen.
Auch gefälschte Tickets kursieren im Netz – ahnungslose Fans zahlen Geld, erhalten aber keinen Zugang zur Veranstaltung. Wer auf solche Betrüger hereinfällt, kann den Kauf anfechten und vom Verkäufer eine Rückerstattung verlangen. Das Verbraucherzentrum Nordrhein-Westfalen bietet Hilfestellung, wie man solche Verträge anfechten und verlorenes Geld zurückfordern kann.
Bei Events, deren Termine erst nach dem Ticketverkauf feststehen, gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Veranstalters. Unsichere Fans können das interaktive Ticket-Tool der Verbraucherzentralen nutzen, das eine erste rechtliche Einschätzung liefert und Musterbriefe bereitstellt, um Ansprüche geltend zu machen.
Um Ärger zu vermeiden, raten Experten, Tickets ausschließlich bei offiziellen Vorverkaufsstellen zu erwerben. So lässt sich das Risiko minimieren, zu viel zu zahlen, auf Fälschungen hereinzufallen oder am Eingang abgewiesen zu werden. Verbraucherschützer stellen weiterhin Informationen bereit, damit Fans ihre Rechte – vor und nach dem Kauf – kennen.






