23 May 2026, 22:35

Vonovia will für die Bundeswehr bauen – doch die Kosten bleiben hoch

Vonovia bietet seine Dienste der Bundeswehr an

Vonovia will für die Bundeswehr bauen – doch die Kosten bleiben hoch

Deutschlands größter Vermieter Vonovia bietet Bau und Betrieb neuer Unterkünfte für die Bundeswehr an. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Militär seine Truppe auf mindestens 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten ausbauen will. Gleichzeitig treibt das Unternehmen seine Pläne voran, in diesem Jahr 3.000 neue Wohnungen zu errichten – trotz steigender Baukosten.

Vonovia-Chef Rolf Buch betont, wie entscheidend angemessener Wohnraum für die Gewinnung und Bindung von Soldaten ist. Das Unternehmen verfügt bereits über Erfahrung in diesem Bereich, nachdem es zuvor Bundesimmobilien übernommen hat, darunter auch Unterkünfte der Bundeswehr. Buch schlägt nun eine Partnerschaft vor, in der Vonovia neuen Militärwohnraum entwickeln und betreiben würde.

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Der Immobiliensektor profitiert derzeit von verbesserten Baubedingungen, unterstützt durch staatliche Maßnahmen wie die Initiative „Wohnungsbau-Turbo“ und zinsgünstige KfW-Kredite. Diese Anstrengungen zielen darauf ab, den Wohnungsbau in ganz Deutschland zu beschleunigen. Dennoch bleiben die Kosten hoch: Der Neubau einer Wohnung liegt aktuell bei über 5.000 Euro pro Quadratmeter, während bezahlbare Mieten Preise unter 3.500 Euro erfordern würden.

Vonovia verfügt über Grundstücksreserven für bis zu 70.000 zusätzliche Wohnungen, benötigt jedoch Finanzmittel, um die Projekte umzusetzen. Das Angebot an die Bundeswehr könnte sowohl die Wohnungsnot als auch die Rekrutierungsherausforderungen des Militärs lindern.

Falls genehmigt, würde die Zusammenarbeit vorsehen, dass Vonovia Wohnraum nach den Bedürfnissen von Soldatinnen und Soldaten errichtet und verwaltet. Der Plan fügt sich in die größeren Bestrebungen ein, den deutschen Wohnungsmarkt zu stärken und gleichzeitig den Ausbau der Bundeswehr zu unterstützen. Angesichts der weiterhin hohen Baukosten könnte der Erfolg des Projekts jedoch von weiterer finanzieller Förderung und politischer Unterstützung abhängen.

Quelle