Vier Kinder besetzen verlassenes Haus in Rüthen – Polizei findet Hass-Graffiti und Zerstörung
Hans-Günther KlappVier Kinder besetzen verlassenes Haus in Rüthen – Polizei findet Hass-Graffiti und Zerstörung
Am Freitagnachmittag kurz vor 15 Uhr wurde die Polizei zu einem verlassenen Haus in der Lippstädter Straße in Rüthen gerufen. Im Inneren des Gebäudes entdeckten die Beamten vier Kinder im Alter von elf bis zwölf Jahren, die sich weigerten, das Haus zu verlassen. Zudem stellten die Einsatzkräfte erhebliche Beschädigungen an Wänden und Fenstern fest sowie fremdenfeindliche Graffiti, die an mehreren Stellen auf das Gebäude gesprüht worden waren.
Die Kinder wurden vor Ort befragt und anschließend wieder entlassen. Kurze Zeit später kehrten sie jedoch zurück und erstatteten Anzeige gegen einen 13-jährigen Freund, der sie angegriffen haben soll. Dieser Junge habe sie demnach in das Haus geführt und dabei eine Luftdruckpistole, Sprühdosen sowie eine Sturmhaube mitgebracht.
Der 13-jährige Tatverdächtige wurde ausfindig gemacht und in Anwesenheit seiner Mutter vernommen. Er gestand die Vorwürfe jedoch nicht vollständig ein, zu denen auch das Zerschlagen sämtlicher Fenster und Schüsse mit der Luftdruckpistole auf die Fassade zählten. Unter den Graffiti fanden sich Parolen wie „Nicht gut Juden Nichterlaubt“ und „fuck room“.
Die Polizei bestätigte die Spuren der Verwüstung und prüft nun, ob die Gruppe in Verbindung mit einem separaten Einbruchs- und Graffiti-Vorfall vom 14. März 2025 steht. Die eingesetzten Beamten zeigten sich sichtlich erschüttert über die gezeigte Brutalität und Respektlosigkeit.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Behörden untersuchen mögliche Zusammenhänge mit dem früheren Vorfall. Die beteiligten Kinder wurden vorerst auf freien Fuß gesetzt, doch weitere Vernehmungen könnten folgen, sobald sich neue Erkenntnisse ergeben.
