Ulrike Guérot scheitert vor Gericht: Plagiatsvorwürfe besiegeln ihr Ende an der Uni Bonn
Veronique HänelPolitikwissenschaftlerin Ulrike Guérot verliert erneut vor Gericht - Ulrike Guérot scheitert vor Gericht: Plagiatsvorwürfe besiegeln ihr Ende an der Uni Bonn
Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot hat ihre jüngste juristische Auseinandersetzung mit der Universität Bonn verloren, nachdem sie wegen Plagiats entlassen worden war. Das Landesarbeitsgericht Köln bestätigte ein früheres Urteil und erklärte ihre Entfernung aus der Institution für rechtmäßig. Guérot, bekannt für ihre umstrittenen Positionen zu den COVID-19-Maßnahmen und dem Ukraine-Krieg, sah sich wiederholt Kritik an ihren öffentlichen Äußerungen und ihrem akademischen Verhalten ausgesetzt.
Der Streit begann, als die Universität Bonn Guérots Stelle im Februar 2023 kündigte. Die Hochschulleitung warf ihr vor, im Rahmen ihres Bewerbungsverfahrens plagiierte Arbeiten eingereicht zu haben. Das Arbeitsgericht Bonn wies ihre Klage zunächst ab und urteilte, dass die Universität rechtmäßig gehandelt habe.
Guérot legte Berufung ein, doch das Landesarbeitsgericht Köln wies diese zurück. Der vorsitzende Richter Lothar Staschik begründete die Kündigung mit ihrem „unredlichen Verhalten“ während des Einstellungsverfahrens. Das Gericht schloss zudem weitere Rechtsmittel aus, womit das Verfahren endgültig abgeschlossen ist.
Über ihre akademischen Probleme hinaus hat Guérot mit ihren provokanten Standpunkten Aufsehen erregt. Während der Pandemie kritisierte sie scharf die staatlichen Corona-Maßnahmen und erlangte mit ihrem Bestseller Wer schweigt, stimmt zu große Bekanntheit. In jüngster Zeit fordert sie unverzügliche Friedensverhandlungen seit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Kritiker werfen ihr vor, mit einigen Aussagen zum Konflikt die Grenze zwischen Angreifer und Opfer zu verwischen.
Mit dem Urteil hat Guérot keine rechtlichen Mittel mehr, um ihre Entlassung anzufechten. Die Entscheidung der Universität bleibt bestehen, und ihre akademische Laufbahn dort ist offiziell beendet. Ihre öffentlichen Kommentare zu politischen und gesellschaftlichen Themen sorgen unterdessen weiterhin für kontroverse Diskussionen.






