Taylor Swift wehrt sich mit Markenrechten gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und ihres Bildes
Hiltrud BolnbachTaylor Swift wehrt sich mit Markenrechten gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und ihres Bildes
Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihr Bild und ihre Stimme vor unberechtigter Nutzung durch künstliche Intelligenz zu schützen. Im April 2023 wurden in ihrem Namen drei Markenanmeldungen eingereicht. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der immer mehr Prominente versuchen, sich gegen den Missbrauch von KI-Technologien abzusichern.
Die Anmeldungen, die von Swifts Firma TAS Rights Management eingereicht wurden, umfassen sowohl visuelle als auch auditive Elemente. Zwei der Anträge beziehen sich auf Klangmarken für ihre Stimme, darunter die Phrasen "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, ich bin's, Taylor". Ein dritter Antrag schützt ein bestimmtes Bild: ein Foto von Swift, auf dem sie eine pinke Gitarre hält und einen mehrfarbigen, schillernden Ganzkörperanzug trägt.
Der auf geistiges Eigentum spezialisierte Anwalt Josh Gerben entdeckte die Einreichungen als Erster. Die Strategie spiegelt einen größeren Trend in der Unterhaltungsbranche wider, bei dem Persönlichkeiten versuchen, ihr Abbild vor Ausbeutung durch KI zu bewahren. Swifts Vorgehen folgt auf bekannte Vorfälle, bei denen ihr Bild ohne ihre Zustimmung verwendet wurde – etwa in KI-generierten Fälschungen durch Meta-Chatbots oder in expliziten Deepfake-Inhalten.
Dieser "Markiere-dich-selbst"-Ansatz ist in KI-bezogenen Rechtsstreitigkeiten noch nicht erprobt. Dennoch gewinnen ähnliche Bemühungen an Fahrt. 2025 sicherte sich der Schauspieler Matthew McConaughey acht Markenrechte, darunter eines für seinen ikonischen Spruch "Alles klar, alles klar, alles klar!". Im selben Jahr ging auch Disney gegen Google vor und erteilte eine Unterlassungsaufforderung wegen KI-generierter Kopien seiner markenrechtlich geschützten Figuren.
Swifts Markenanmeldungen unterstreichen die wachsende Besorgnis der Unterhaltungsindustrie über die Risiken durch KI. Die Anträge zielen darauf ab, rechtliche Grenzen für den Schutz ihrer Stimme und ihres Bildes zu definieren. Sollten sie erfolgreich sein, könnten sie einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Prominente ihre Rechte im digitalen Zeitalter verteidigen.






