29 June 2026, 10:25

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – Kunden verdienten beim Verbrauch

Erstmals negative Netto-Strompreise für Endkunden

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – Kunden verdienten beim Verbrauch

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 im negativen Bereich – Kunden verdienten Geld mit dem Verbrauch

Zum ersten Mal in diesem Jahr sind die Strompreise in Deutschland in den negativen Bereich gerutscht. Kunden mit dynamischen Tarifen erhielten sogar Geld, wenn sie in dieser Phase Strom verbrauchten. Merlin Lauenburg, Deutschland-Chef des Energieanbieters Tibber, sagt voraus, dass dieser Sommer neue Rekorde bei negativen Preisen aufstellen wird.

Am Sonntag fielen die Großhandelspreise für Strom bereits um 9 Uhr morgens unter null und blieben bis 17 Uhr negativ. Zwischen 13 und 14 Uhr erreichte der Preis mit minus 250,32 Euro pro Megawattstunde seinen Tiefststand – umgerechnet minus 25,03 Cent pro Kilowattstunde für Verbraucher.

Die Nettopreise variierten je nach Region zwischen 4,9 und 11,6 Cent pro Kilowattstunde. Im Kölner Raum sank der niedrigste Nettopreis am Nachmittag sogar auf minus 8,6 Cent pro Kilowattstunde. Später stieg Tibbers dynamischer Tarif zwischen 20 und 21 Uhr auf bis zu 36 Cent pro Kilowattstunde an.

2023 waren die Großhandelspreise insgesamt 457 Stunden negativ, mit einem Spitzenwert von minus 500 Euro pro Megawattstunde im Juli. Experten erwarten aufgrund der mangelnden Flexibilität des Marktes ähnliche Entwicklungen in diesem Jahr.

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Für Kunden mit dynamischen Tarifen war dies das erste Mal 2024, dass sie von negativen Preisen profitieren konnten – in einigen Regionen verdienten sie effektiv Geld, indem sie während der Tiefphase Strom nutzten. Branchenvertreter warnen jedoch vor einer Häufung solcher negativen Preise in der Zukunft.

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