07 May 2026, 02:26

Solinger Theaterneubau: Bürgerinitiative stellt Sinn und Risiken infrage

Ein großer Saal mit Sitzplätzen, eine Bühne mit Musikern und Deckenbeleuchtung und -fernseher, was auf einen Konzerthallensaal während der Nationalkonvention 2019 hinweist.

Solinger Theaterneubau: Bürgerinitiative stellt Sinn und Risiken infrage

Die Debatte um das Solinger Theater- und Konzerthaus wird immer hitziger. Die lokale Wählergruppe SG zukunft. hat schwere Bedenken gegen den geplanten Neubau geäußert und betont, dass zentrale Fragen noch immer unbeantwortet seien. Die Initiative fordert, den Fokus von der Eile auf die grundsätzliche Frage zu lenken, ob ein Ersatzbau jemals den kulturellen und praktischen Wert des bestehenden Hauses erreichen könnte.

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SG zukunft. warnt, die aktuelle Diskussion scheine auf ein vorab feststehendes Ergebnis hinauszulaufen, statt eine offene Analyse zu ermöglichen. Matthias Urban, Sprecher der Vereinigung, unterstrich, das Theater sei weit mehr als nur ein Gebäude – über Jahrzehnte habe es sich zu einem zentralen kulturellen Mittelpunkt entwickelt. Die Gruppe besteht darauf, dass zunächst bewiesen werden müsse, ob ein Neubau die gleiche Vielfalt und Qualität bieten könne.

Zudem verweist die Wählergruppe auf die Risiken öffentlicher Bauprojekte, bei denen Kosten und Zeitpläne häufig weit über die ursprünglichen Schätzungen hinauswachsen. Als mahnendes Beispiel nennen sie die Feuerwache in Solingen-Ohligs. Zwar unterstützt SG zukunft. die Pläne für eine neue Feuerwache an der Katternberger Straße, fordert aber, dass dieses Vorhaben absolute Priorität genieße – unabhängig von einer möglichen Theaterneubebauung.

Kritik übt die Gruppe auch an der angekündigten Szenariostudie, deren konkreter Nutzen unklar bleibe. Offene Fragen gebe es etwa dazu, welche belastbaren Erkenntnisse sie liefern solle und ob sie tatsächlich als Entscheidungsgrundlage dienen könne. Zudem werde vernachlässigt, welche Folgen ein Neubau hätte – etwa den Verlust erheblicher Parkflächen.

SG zukunft. fordert eine transparente und ergebnisoffene Prüfung aller möglichen Zukunftsszenarien für den Standort. Bevor endgültige Beschlüsse gefasst würden, müsse nachgewiesen werden, dass ein Neubau das bestehende Haus tatsächlich ersetzen könne. Die Vereinigung drängt die Stadt zudem, praktische Aspekte zu klären – von Bauprojektrisiken bis hin zu den Auswirkungen auf das umliegende Viertel.

Quelle