Seniorenrat warnt vor Preiserhöhungen im Nahverkehr und fordert faire Lösungen
Veronique HänelSeniorenrat warnt vor Preiserhöhungen im Nahverkehr und fordert faire Lösungen
Der Seniorenrat hat schwere Bedenken gegen die geplanten Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr geäußert. In einer aktuellen Stellungnahme warnte die Organisation, dass die höheren Kosten ältere Fahrgäste besonders hart treffen würden. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung des Erhalts herkömmlicher Ticketoptionen für diejenigen, die mit digitalen Lösungen Schwierigkeiten haben.
Die Kritik des Rates folgt auf einen Beschluss vom 19. November 2025, der faire und transparente Preise forderte. Nun fordert die Organisation den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und seine Tarifpartner auf, die geplanten Fahrpreiserhöhungen entweder zu überdenken oder vorerst auszusetzen. Hauptsorge ist, dass ältere Menschen, die bereits mit steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert sind, weitere Belastungen durch teurere Tickets kaum verkraften könnten.
Ein weiteres zentrales Problem ist der Umstieg auf rein digitale Ticketlösungen. Viele Senioren sind weiterhin auf Fahrkartenautomaten, persönliche Schalter und gedruckte Tickets angewiesen. Der Rat argumentiert, dass die Abschaffung dieser Optionen ihre Lebensqualität verschlechtern und manche sogar gänzlich vom öffentlichen Verkehr ausschließen würde.
Die Organisation wies zudem auf die finanzielle Belastung durch Fahrten über Gemeindegrenzen hinweg hin. Sie warnte davor, dass Reisen zwischen verschiedenen Kommunalgebieten nicht mit Zusatzkosten verbunden sein dürften, da dies Fahrgäste, die auf solche Verbindungen angewiesen sind, unzumutbar belasten würde.
Der Seniorenrat machte deutlich, dass steigende Preise und die ausschließliche Digitalisierung des Ticketkaufs ältere Menschen aus dem Verkehrssystem verdrängen könnten. Gefordert werden ein Stopp der Preiserhöhungen sowie die verbindliche Beibehaltung traditioneller Ticketmöglichkeiten. Ohne diese Änderungen drohe vielen Senioren, dass sie sich notwendige Fahrten weder leisten noch organisieren könnten.






