23 May 2026, 12:29

Schornsteinfegerhandwerk im Wandel: Klimaschutz und neue Herausforderungen

Ostersonntagszug in den Mai

Schornsteinfegerhandwerk im Wandel: Klimaschutz und neue Herausforderungen

Regierungspräsident Andreas Marschan traf sich mit dem Obermeister der Münsteraner Schornsteinfeger-Innung während der traditionellen Glücksgang-Feier. Die Veranstaltung bot eine Plattform, um drängende Fragen des Schornsteinfegerhandwerks zu erörtern – von regulatorischen Herausforderungen bis hin zur sich wandelnden Rolle des Berufsstands in der Klimapolitik.

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Ein zentrales Thema war die steigende Nachfrage nach öffentlichen Beratungsdienstleistungen. Beide Vertreter loteten zudem Möglichkeiten aus, die Zusammenarbeit zwischen der Innung und den regionalen Behörden zu intensivieren. Der Regierungsbezirk Münster umfasst derzeit 231 Kehrbezirke, die jeweils für sieben Jahre an einen zugelassenen Bezirksschornsteinfeger vergeben werden. Diese Fachleute erfüllen hoheitliche Aufgaben nach Landesrecht, darunter die Überprüfung von Heizungsanlagen, die Führung von Kehrbüchern und die Mitwirkung bei Baugenehmigungen.

Bei dem Treffen wurde die Bedeutung des Handwerks für den Klimaschutz hervorgehoben. Schornsteinfeger leisten durch die effiziente Wartung von Heizsystemen einen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen. Doch die Energiewende stellt die Branche vor neue Herausforderungen, da sie sich an strengere Umweltauflagen und sich ändernde Technologien anpassen muss.

Die Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen sind für die Bestellung der Bezirksschornsteinfeger zuständig. Marschan und der Innungsmeister erörterten, wie dieses Verfahren effizienter gestaltet werden kann, um dem wachsenden Bedarf an Fachberatung für Hausbesitzer und Unternehmen gerecht zu werden. Die Gespräche unterstrichen die doppelte Funktion des Schornsteinfegerhandwerks in den Bereichen öffentliche Sicherheit und Umweltpolitik. Angesichts der 231 zu betreuenden Kehrbezirke werden die Münsteraner Verwaltung und die Innung weiterhin eng zusammenarbeiten, um die betrieblichen Anforderungen zu bewältigen. Mögliche nächste Schritte sind der Ausbau von Schulungsangeboten und eine engere Abstimmung mit den regionalen Behörden.

Quelle