RWE baut riesige Solarparks auf rekultivierten Tagebauflächen in Garzweiler
Hans-Günther KlappRWE baut riesige Solarparks auf rekultivierten Tagebauflächen in Garzweiler
RWE hat Pläne bekannt gegeben, im ehemaligen Tagebaugebiet Garzweiler Solarparks mit einer Gesamtleistung von 86,5 Megawatt zu errichten. Die Anlagen entstehen östlich und westlich der Autobahn A44n zwischen Bedburg und Jüchen. Das Unternehmen strebt an, die Solarfarmen noch bis Ende des Jahres ans Netz zu bringen.
Die neuen Solarparks werden auf rekultivierten Flächen gebaut und an die bestehende Netzinfrastruktur des Tagebaus Garzweiler angeschlossen, was den Prozess vereinfacht. Dies passt zu RWEs übergeordnetem Ziel, im Rheinischen Revier mindestens 500 Megawatt neue Solar- und Windkapazitäten zu entwickeln.
In der Region wird derzeit in einer Demonstrationsanlage Agri-Photovoltaik erprobt – eine Methode, die Landwirtschaft mit Solarstromerzeugung verbindet. RWE betreibt bereits sieben Solarparks in der Region, von denen vier mit Batteriespeichersystemen gekoppelt sind.
Für künftige Projekte plant das Unternehmen, sich auf Standorte entlang von Autobahnen zu konzentrieren. Diese Flächen ermöglichen schnellere Genehmigungsverfahren und stoßen auf größere öffentliche Akzeptanz.
Die neuen Solaranlagen nutzen die bestehende Infrastruktur, um die Entwicklung zu beschleunigen. RWEs Ausbau der Solarkapazitäten erfolgt vor dem Hintergrund eines aktuellen regulatorischen Beschlusses, der klärt, dass Netzbetreiber Kunden nicht über den Voll-Einspeise-Bonus für Solarstrom informieren müssen. Die Projekte markieren einen weiteren Schritt in der Erneuerbaren-Energien-Strategie des Unternehmens für das Rheinische Revier.
