Rheinische Post wird zur größten Tageszeitungsgruppe NRWs – nach Mega-Übernahme
Veronique HänelRheinische Post wird zur größten Tageszeitungsgruppe NRWs – nach Mega-Übernahme
Die Rheinische Post steht kurz davor, nach der geplanten Übernahme mehrerer westfälischer Zeitungen zur größten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen zu werden. Der Schritt folgt einem wachsenden Trend zur Konsolidierung im deutschen Mediensektor, bei dem immer weniger unabhängige Verlage übrig bleiben.
Anfang März bestätigte die Rheinische Post ihre Absicht, die westfälischen Zeitungen samt ihrer Digitalplattformen zu übernehmen. Der Deal erfolgt nur wenige Wochen, nachdem DuMont im Februar die Kölnische Rundschau von Heinen Verlag übernommen hatte.
Das Bundeskartellamt wird die Übernahme prüfen, kann dabei jedoch nur die Auswirkungen auf Lesermärkte und Werbung bewerten. Rechtlich ist es nicht befugt, zu untersuchen, wie sich die Fusion auf die journalistische Vielfalt oder die redaktionelle Unabhängigkeit auswirken könnte.
Sobald die Übernahme abgeschlossen ist, wird sich die Zahl der kleinen, unabhängigen Verlage in der Region weiter verringern. Die Rheinische Post wird dann die höchste Auflage unter den Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen halten. Der Deal spiegelt eine anhaltende Entwicklung wider, in der große Medienkonzerne den Markt zunehmend dominieren.






