04 May 2026, 16:37

Rewe-Chef Souque attackiert Schokoladenhersteller wegen hoher Preise trotz sinkender Kakaokosten

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen als Kostenfaktor für Familien benennt.

Rewe-Chef Souque attackiert Schokoladenhersteller wegen hoher Preise trotz sinkender Kakaokosten

Rewe-Chef Lionel Souque kritisiert Schokoladenhersteller: Trotz sinkender Rohstoffkosten bleiben Preise hoch

Rewe-Vorstandsvorsitzender Lionel Souque hat große Schokoladenmarken scharf dafür kritisiert, dass sie ihre Preise trotz gesunkener Rohstoffkosten nicht gesenkt haben. Gleichzeitig erläuterte er, wie die Supermarktkette mit den bevorstehenden Mehrwertsteuer-Anpassungen umgehen will – nicht durch Einzeländerungen, sondern durch Anpassungen ganzer Produktgruppen.

Als Beispiel für die Preisdiskrepanz nannte Souque Kakao: Als die Kakaopreise in die Höhe schossen, hätten Hersteller wie Lindt und Mondelez die Kosten erhöht – als die Preise später jedoch wieder fielen, seien die Ersparnisse nicht an die Verbraucher weitergegeben worden. Besonders deutlich werde dies am Beispiel der Milka-Alpenmilch-Tafel, deren Preis stieg, während das Gewicht gleichzeitig reduziert wurde.

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Rewe habe bereits zweimal den Preis der hauseigenen 100-Gramm-Einstiegstafel Schokolade gesenkt – zunächst auf 89 Cent, dann auf 79 Cent. Souque betonte, dass das Unternehmen zwar die durchschnittliche Steuerentlastung durch die Mehrwertsteuer-Änderungen an die Kunden weitergeben werde, dies aber nicht pauschal für jedes einzelne Produkt gelte. Stattdessen sollen die Anpassungen über ganze Produktlinien verteilt werden, um die Ersparnisse fair zu verteilen.

Die Äußerungen Souques fallen in eine Phase, in der sich Rewe auf die Änderungen bei der Mehrwertsteuer vorbereitet. Das Unternehmen wolle kostenseitige Entwicklungen widerspiegeln – allerdings nur dort, wo dies im Rahmen größerer Produktkategorien umsetzbar sei.

Während die Supermarktkette bei ihren Eigenmarken bereits Preissenkungen vorgenommen hat, hebt sich dies von der Strategie vieler Markenhersteller ab. Souques Aussagen deuten darauf hin, dass Rewe weiterhin die Rohstoffmärkte beobachten und seine Preispolitik entsprechend anpassen wird. Für Verbraucher könnte dies bedeuten, dass sie je nach Produktgruppe unterschiedliche Preisanpassungen erleben – nicht jedoch bei jedem Einzelartikel.

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