Obdachlosigkeit in Mönchengladbach erreicht 2025 traurigen Höchststand
Hans-Günther KlappObdachlosigkeit in Mönchengladbach erreicht 2025 traurigen Höchststand
Obdachlosigkeit in Mönchengladbach steigt stark an – 221 Betroffene im Jahr 2025
In Mönchengladbach hat die Obdachlosigkeit einen deutlichen Anstieg verzeichnet: Im Jahr 2025 waren 221 Menschen ohne Wohnung gemeldet – ein Zuwachs von fast neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Stadt führt die Entwicklung auf eine Kombination aus wirtschaftlichen Notlagen, sozialen Problemen und gesundheitlichen Belastungen zurück, die besonders gefährdete Bewohner treffen.
Als Reaktion leisteten im vergangenen Jahr zwei zentrale Notunterkünfte wichtige Unterstützung. Die Männer-Notunterkunft in der Breiten Straße nahm 244 Personen auf und bot bis zu 70 Schlafplätze sowie einen Rund-um-die-Uhr-Zugang. Sozialarbeiter und geschultes Personal standen den Gästen dort zur Seite.
Das Frauen- und Familienhaus im Luisental beherbergte 2025 insgesamt 125 Menschen, darunter 29 Familien. Mit einer Kapazität von 94 Betten bietet die Einrichtung sicheren Wohnraum für Frauen und Kinder. Allerdings gestaltet sich die Suche nach langfristigem Wohnraum für größere Familien nach dem Aufenthalt oft schwierig.
Trotz des ausgebauten Angebots steigt die Nachfrage nach Unterkünften weiter an. Beide Einrichtungen bieten geschützte Räume und professionelle Betreuung, doch die Stadt räumt ein, dass weiterer Handlungsbedarf besteht. Der Jahresbericht 2025 zur Obdachlosenunterbringung liefert detaillierte Einblicke in die bisherigen Maßnahmen.
Mönchengladbach plant, die bestehenden Hilfsprogramme zu stärken, um obdachlose Bürger besser zu unterstützen. Die Notunterkünfte bleiben eine unverzichtbare Anlaufstelle, doch die wachsenden Zahlen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen. Weitere Informationen zu den städtischen Initiativen finden sich im aktuellen Jahresbericht.






