11 April 2026, 02:28

Neues Zuhause für die seltene Zauneidechse am Vlothoer Schloss

Ein steiniger Strand mit verstreuten Felsen und Kieseln, der eine kleine Eidechse auf einem Felsen zeigt, und trockene Blätter und Zweige im Hintergrund.

Neues Zuhause für die seltene Zauneidechse am Vlothoer Schloss

Hang am Vlothoer Schloss wird zum neuen Lebensraum für die seltene Zauneidechse

Ein Hang in der Nähe von Schloss Vlotho wird in ein neues Habitat für die seltene Zauneidechse umgewandelt. Das vom Naturschutzamt des Kreises Herford genehmigte Projekt soll den Fortbestand der Art sichern, indem natürliche Lebensbedingungen wiederhergestellt werden. Die Arbeiten beginnen im November 2025 und bringen vorübergehende Änderungen für lokale Wege mit sich.

Die Zauneidechse, eine in Deutschland streng geschützte Art, gedeiht in warmen, offenen Landschaften mit lockerem Boden. Um ihr Überleben zu fördern, wird auf einer Fläche von 1.400 Quadratmetern am Amtshausberg ein Hang mit terrassierten Böschungen, Steinhaufen und Felsrücken gestaltet. Diese Strukturen ahmen den natürlichen Lebensraum der Eidechse im oberen Bereich der gerodeten Fläche nach.

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Im unteren Bereich entstehen artenreiche Magerwiesen, die mit regionalem Wildblumensaatgut angesät werden. Davon profitieren nicht nur die Zauneidechsen, sondern auch Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge. Zwar verliert das Gebiet seinen Status als Waldfläche, doch als Ausgleich wird der Kreis Herford auf einer 3.000 Quadratmeter großen Fläche in Vlotho-Exter Aufforstungen vornehmen, sodass die Gesamtwaldfläche erhalten bleibt.

Während der Bauarbeiten muss der Coringenweg unterhalb des Schlosses gesperrt werden. Eine Umleitung über den Apothekerweg steht zur Verfügung. Die Behörden bitten Spaziergänger, die vorübergehenden Einschränkungen während der Vorbereitung des Lebensraums zu akzeptieren.

Das Projekt knüpft an die erfolgreiche Umsiedlung der Vlothoer Zauneidechsen-Population während der Schlossrenovierung an. 2025 wurde dort eine erfolgreiche Fortpflanzung bestätigt – ein Beweis dafür, dass sich die Art an neue Gebiete anpassen kann.

Der neu gestaltete Hang wird den Lebensraum der Zauneidechse erweitern und weiteren seltenen Arten zugutekommen. Nach Abschluss der Arbeiten entsteht ein nachhaltiges Biotop für die heimische Tierwelt. Der Coringenweg wird nach Beendigung der Bauarbeiten wieder freigegeben.

Quelle