Neuer Chef beim Funkhaus Halle: Mike Bröhl will Radio und Digital verbinden
Dimitri EigenwilligNeuer Chef beim Funkhaus Halle: Mike Bröhl will Radio und Digital verbinden
Mike Bröhl übernimmt die Leitung des Funkhauses Halle und löst damit Konstantin Rodeck ab. Mit einem Hintergrund in Betriebswirtschaft und jahrelanger Erfahrung im Radiobereich will er nun die Audio-Strategie des Unternehmens neu ausrichten. Sein Führungsstil zielt darauf ab, traditionellen Hörfunk mit einer stärkeren digitalen Präsenz zu verbinden.
Bröhl ist seit 2012 beim Funkhaus Halle tätig und verantwortete zuletzt gemeinsam mit der Geschäftsführerin Tina Wilhelm den operativen Betrieb. Diese Doppelfunktion wird er auch in seiner neuen Position beibehalten. Seine Karriere umfasst zudem Stationen bei Radio NRW, Radio 7 und Antenne Thüringen, was ihm ein breites Branchenwissen verleiht.
Sein Ansatz basiert auf der Idee, dass sich Radio zu einer umfassenderen Audiolandschaft weiterentwickelt. Um diesen Wandel widerzuspiegeln, plant er die Zusammenführung des RTL Audio Center Berlin mit dem Funkhaus Halle, um so plattformübergreifend ansprechendere Inhalte zu schaffen. Das RTL Audio Center betreut derzeit Sender wie 104.6 RTL, 105'5 Spreeradio und 93.6 JAM FM sowie die RTL Audio Vermarktung, die für Werbekunden in Berlin, Brandenburg und bundesweit zuständig ist.
Nina Gerhardt, CEO von RTL Radio Deutschland, unterstützt diesen Schritt und betont die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen den beiden Standorten. Während öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF lineare Radioprogramme zugunsten digitaler Projekte reduzieren, zeigt RTLs Expansion in den Podcast- und Digital-Audio-Bereich einen ähnlichen Trend. Bröhls Strategie passt sich damit in die branchenweite Entwicklung hin zu flexiblen, bedarfsgerechten Hörangeboten ein.
Die Fusion des RTL Audio Center Berlin mit dem Funkhaus Halle soll dynamischere Audioinhalte hervorbringen. Bröhls Erfahrung und sein Fokus auf digitales Wachstum deuten auf Veränderungen hin, wie RTLs Radiomarken ihre Hörerschaft ansprechen. Der Schritt spiegelt zudem die branchenweiten Bemühungen wider, sich an die sich wandelnden Mediengewohnheiten anzupassen.






