Neue Studie enthüllt Schicksale jüdischer Auswanderer aus Duisburg nach 1933
Hiltrud BolnbachNeue Studie enthüllt Schicksale jüdischer Auswanderer aus Duisburg nach 1933
Am 13. November 2023 wird eine neue Studie zur Flucht und Auswanderung jüdischer Bewohner:innen Duisburgs vorgestellt. Die Historikerin Johanna Ritzel präsentiert darin die Ergebnisse ihrer Masterarbeit – die erste systematische Dokumentation dieser Art seit 1986.
Die Veranstaltung beginnt um 18:15 Uhr in der DenkStätte im Duisburger Stadtarchiv. Ritzels Forschung geht zentralen Fragen nach: Wie viele jüdische Männer und Frauen verließen die Stadt? Wann gab es Hauptphasen der Auswanderung? Und vor welchen schwierigen Entscheidungen standen die Betroffenen? Anhand einzelner Biografien gibt sie Einblicke in persönliche Schicksale.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 60 Personen begrenzt. Die Studie knüpft an frühere Arbeiten an, etwa die 1986 erschienene Publikation "Geschichte der Duisburger Juden", bietet jedoch eine neue Analyse zu Migration, Flucht und Vertreibung – Themen, die bis heute aktuell sind.
Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die Herausforderungen, denen sich die jüdische Gemeinschaft Duisburgs in Zeiten erzwungener Migration stellen musste. Durch die Verknüpfung von Statistiken und persönlichen Geschichten leistet Ritzels Arbeit einen Beitrag zu einem tieferen Verständnis der lokalen Geschichte. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, sich mit Forschung auseinanderzusetzen, die historische und gegenwärtige Erfahrungen verbindet.






