Mordprozess in Krefeld: Angestellter soll Chef im New-Yorker-Laden erstochen haben
Veronique HänelMordprozess in Krefeld: Angestellter soll Chef im New-Yorker-Laden erstochen haben
In Krefeld hat sich der Prozess gegen einen 25-jährigen Mann eröffnet, der im vergangenen Mai seinen Vorgesetzten erstochen haben soll. Die Tat ereignete sich in einem New-Yorker-Bekleidungsgeschäft im Stadtzentrum. Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes.
Der Angriff geschah kurz vor Ladenschluss im Pausenraum für Mitarbeiter. Der Angeklagte, ein Angestellter des Einzelhändlers, soll seinem 42-jährigen Chef mit einem Messer tödliche Verletzungen zugefügt haben. Polizei und Rettungskräfte trafen am Tatort ein, konnten das Opfer jedoch nicht mehr retten.
Bei Prozessbeginn schwieg der Beschuldigte im Gerichtssaal. Sein Verteidiger kündigte an, eine offizielle Stellungnahme erst in der nächsten Verhandlung am 20. November abzugeben. Medizinische Gutachten deuten darauf hin, dass der Angeklagte an paranoider Schizophrenie leidet, was sich auf seine Schuldfähigkeit auswirken könnte.
Im Falle einer Verurteilung droht ihm nicht zwingend eine Haftstrafe, sondern die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung. Das Verfahren vor dem Landgericht Krefeld wird fortgesetzt, wo die Richter Beweise und Zeugenaussagen prüfen, bevor ein Urteil gefällt wird.
Im Mittelpunkt des Falls steht die Frage, ob der psychische Zustand des Angeklagten die Tat beeinflusst hat. Eine Verurteilung könnte zu einer zwingenden psychiatrischen Behandlung anstelle einer Gefängnisstrafe führen. Die nächste Verhandlung ist für den 20. November angesetzt, wo weitere Details erwartet werden.






