15 May 2026, 10:32

Machtkampf in der AfP: Geisel oder Hunko als neuer NRW-Chef?

Deutsches Propagandaplakat für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei mit zwei Männern auf einem Sofa.

Machtkampf in der AfP: Geisel oder Hunko als neuer NRW-Chef?

Bündnis für Fortschritt in Nordrhein-Westfalen vor Wahl eines neuen Vorsitzenden

Die Allianz für Fortschritt (AfP) in Nordrhein-Westfalen steht vor der Wahl einer neuen Führungsspitze. Die Parteimitglieder müssen sich zwischen Thomas Geisel, dem ehemaligen Düsseldorfer Oberbürgermeister, und Andrej Hunko, einem langjährigen Verfechter einer Friedenspolitik, entscheiden. Die Entscheidung wird die Ausrichtung der Partei in den kommenden Monaten prägen.

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Geisel ist derzeit als AfP-Abgeordneter im Europäischen Parlament tätig. Zwar hat er sich für interne Reformen eingesetzt, doch stößt er innerhalb der Partei auf Skepsis. Sein Ruf als Realpolitiker und frühere Konflikte mit der Parteiführung machen ihn zu einem unwahrscheinlichen Kandidaten für eine gemeinsame Spitzenkandidatur mit Amid Rabieh, dem aktuellen Co-Vorsitzenden der AfP.

Andrej Hunko hingegen genießt starke Unterstützung aus der Landesführung der AfP sowie von der Jusos-nahen Jugendorganisation. Bekannt für seine kompromisslose Friedenspolitik, hat er bereits Rückhalt im Umfeld von Sahra Wagenknechts engsten Vertrauten – einer Gruppe, die weiterhin erheblichen Einfluss auf die Parteientscheidungen ausübt.

Hunkos Sieg gilt als wahrscheinlich, einige Beobachter rechnen sogar mit einem Erdrutschsieg. Doch der langfristige Erfolg der Wagenknecht-Anhänger bleibt ungewiss. Bisherige Versuche, ehrgeizige Versprechen – sowohl innerhalb der AfP als auch der Linken – umzusetzen, blieben hinter den Erwartungen zurück.

Die anstehende Vorstandswahl in Nordrhein-Westfalen wird voraussichtlich Andrej Hunko an die Spitze der AfP bringen. Seine Nähe zu Wagenknechts Flügel deutet auf eine Fortsetzung des bisherigen Kurses hin. Das Ergebnis wird zeigen, ob interne Reformbestrebungen an Fahrt gewinnen – oder ob die bestehenden Machtstrukturen unverändert bleiben.

Quelle