Kontrollierte Sprengung: 280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk fällt heute
Hans-Günther KlappExplosion einer 280-Meter hohen Schornsteinanlage in Kraftwerk - Kontrollierte Sprengung: 280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk fällt heute
280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne wird heute kontrolliert gesprengt
Heute wird ein 280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Konstruktion, die zu einem 2019 stillgelegten Kohleblock gehört, soll um 11:00 Uhr mit 140 Kilogramm Dynamit zu Fall gebracht werden. Als Sicherheitsmaßnahme gilt eine 400 Meter große Sperrzone um das Gelände.
Der Schornstein gehörte zum Kohlekraftwerksteil von Gersteinwerk, der vor fünf Jahren den Betrieb einstellte. Seither wird die Anlage schrittweise zurückgebaut; die vollständige Demontage soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein. Um den kontrollierten Einsturz zu steuern, haben Ingenieure spezielle Stahlkipplager angebracht, die sicherstellen, dass das Bauwerk in die vorgesehene Richtung fällt.
Die Stromerzeugung in Gersteinwerk begann 1917, zunächst mit Kohle aus nahegelegenen Bergwerken. In den 1970er-Jahren wurde der Standort um Gaskraftwerke erweitert. Nun plant RWE, das Gelände für ein neues, wasserstofffähiges Gaskraftwerk mit einer Leistung von 800 Megawatt umzunutzen. Zwar laufen die Planungen bereits, eine finale Investitionsentscheidung steht jedoch noch aus.
Die Sprengung markiert einen weiteren Schritt im Wandel des Standorts – weg von der Kohle, hin zu sauberer Energie. Nach dem Abriss des Schornsteins wird RWE die Arbeiten an der zukünftigen Gasanlage fortsetzen. Die kontrollierte Sprengung erfolgt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, um die umliegenden Gebiete zu schützen.






