Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen – Europas Petrochemie-Riese wechselt den Besitzer
Veronique HänelKlesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen – Europas Petrochemie-Riese wechselt den Besitzer
Die Klesch Group hat sich darauf verständigt, die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen zu übernehmen – einen der größten integrierten petrochemischen Standorte Europas. Die Transaktion, rechtlich begleitet von der Kanzlei Clifford Chance, soll voraussichtlich Mitte 2026 abgeschlossen werden, sofern die Aufsichtsbehörden zustimmen. Die Anlage beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und verarbeitet jährlich etwa 12 Millionen Tonnen Rohöl.
Die Raffinerie in Gelsenkirchen gilt als zentraler Knotenpunkt für die Herstellung von Kraftstoffen und Chemikalien. Hier werden Benzin, Diesel, Flugkraftstoff, Heizöl und über 50 weitere Produkte erzeugt. Zudem zählt der Standort zu den beiden größten Ethylen-Herstellern Deutschlands.
Die Klesch Group, 1990 gegründet, betreibt bereits zwei Raffinerien: Heide in Deutschland und Kalundborg in Dänemark. Das Unternehmen beschäftigt an seinen bestehenden Standorten etwa 1.000 Mitarbeiter. Die Kanzlei Clifford Chance begleitete Klesch während des Übernahmeprozesses.
Der Abschluss des Geschäfts steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe. Bei Genehmigung ist die Übergabe für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.
Sobald die Transaktion vollzogen ist, wird sich die Raffineriekapazität der Klesch Group in Europa deutlich erweitern. Der Standort Gelsenkirchen schließt sich dann den bestehenden Werken in Deutschland und Dänemark an. Zudem sichert die Übernahme die Arbeitsplätze der 2.300 Beschäftigten der Raffinerie.






