Kanews Versorgungsnot: Stromausfälle und zerstörte Häuser bedrohen Bewohner
Veronique HänelKanews Versorgungsnot: Stromausfälle und zerstörte Häuser bedrohen Bewohner
Kanew kämpft mit schweren Versorgungsengpässen nach jüngsten Zerstörungen, die viele Bewohner ohne Strom und angemessenen Schutz zurückließen. Halyna Moskalenko skizzierte in einem Gespräch mit Bürgermeisterin Sabine Anemüller und der lokalen Hilfsorganisation Freunde Kanews die dringendsten Bedarfe. Die Stadt ist mittlerweile auf externe Unterstützung angewiesen, um die Grundversorgung wiederherzustellen und Wohnhäuser zu reparieren.
Im Juli 2025 wurden zwei ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge und ein Sprinter nach Kanew geschickt, um die Aufräumarbeiten zu unterstützen. Die Finanzierung der Löschfahrzeuge übernahmen gemeinsam die Stadtverwaltung, der Verein Freunde Kanews und ein privater Spender. Der Sprinter wurde hingegen aus Bundesmitteln bezahlt.
Stromausfälle bleiben ein akutes Problem – sie legen medizinische Geräte lahm und unterbrechen die Wasserversorgung sowie die Abwasserentsorgung. Um Abhilfe zu schaffen, hat Freunde Kanews einen öffentlichen Spendenaufruf gestartet, um die Stromversorgung wiederherzustellen. Die Organisation sorgt zudem durch regelmäßigen Austausch dafür, dass Hilfsgüter aus Viersen zielgerichtet in Kanew ankommen.
Auch die Instandsetzung von Wohnraum stellt eine große Herausforderung dar: Zersplitterte Fensterscheiben setzen Häuser Wind und Wetter aus. Zwar bietet Sperrholz notdürftigen Schutz, blockiert jedoch das Tageslicht. Dringend benötigt werden durchsichtige Folien als Übergangslösung, bis dauerhafte Reparaturen möglich sind.
Freunde Kanews koordiniert weiterhin zuverlässige Hilfe für die betroffene Bevölkerung. Die gespendeten Fahrzeuge und laufende Spendenaktionen sollen dazu beitragen, die lebenswichtige Infrastruktur zu reparieren und die Lebensbedingungen zu verbessern. Ohne weitere Unterstützung wird sich für viele Bewohner die Grundversorgung jedoch auch in absehbarer Zeit nicht stabilisieren.






