Jugendliche gestalten ihre Region: Neue LEADER-Förderung startet digital
Hiltrud BolnbachJugendliche gestalten ihre Region: Neue LEADER-Förderung startet digital
Die LEADER-Region "HIM – Das sind wir!" startet eine neue Förderinitiative für von Jugendlichen geleitete Projekte in Hemer, dem nördlichen Kreis Iserlohn und Menden. Erstmals läuft das gesamte Bewerbungsverfahren für das "Kleinprojekte-Programm" vollständig online ab. Die Veranstalter wollen es jungen Menschen so erleichtern, ihre Ideen in die Tat umzusetzen – unterstützt durch Workshops und vereinfachte Einreichungsregeln.
Vom 24. März bis 13. April 2026 finden in Hemer, Iserlohn und Menden Workshops statt, die Jugendliche dabei unterstützen, Projektideen zu entwickeln. In diesen Sessions lernen die Teilnehmer, wie sie Initiativen planen, die ihrer Gemeinschaft zugutekommen – sei es durch neue Infrastruktur oder Bildungsangebote.
Der spezielle Jugendaufruf fördert Vorhaben, die das Engagement stärken oder lokale Chancen für junge Menschen schaffen. Gefördert werden können etwa Verbesserungen wie Bänke, Sitzbereiche oder Spielplatzausstattungen, aber auch Bildungsformate wie Workshops oder Vorträge. Die Förderung deckt bis zu 80 Prozent der Kosten ab, mit einem Höchstbudget von 20.000 Euro pro Projekt.
Bewerbungen für Jugendprojekte sind ab sofort über ein digitales Formular unter *www.leader-him.de/youth-call möglich. Anders als in früheren Runden müssen Antragsteller zum Zeitpunkt der Einreichung keine bestätigte Finanzierung oder Partner mehr vorweisen. Auch das allgemeine Kleinprojekte-Programm nimmt vom 20. März bis 26. April 2026 Bewerbungen unter www.leader-him.de/small-projects-program* entgegen.
Jugendliche sind aktiv in die Bewertung und Reihenfolge der eingereichten Ideen eingebunden. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) trifft anschließend auf Basis ihrer Empfehlungen die finalen Förderentscheidungen.
Im Fokus stehen Projekte, die ländliche Räume als Lebens-, Arbeits- und Erholungsorte aufwerten. Erfolgreiche Initiativen müssen öffentlich zugänglich sein oder einen klaren Gemeinnutzen bieten. Zwar liegen detaillierte Berichte zu den Projekten aus dem Jahr 2025 noch nicht vor, doch der digitale Prozess und der jugendorientierte Ansatz in diesem Jahr sollen die Unterstützung für lokale Entwicklung beschleunigen und vereinfachen.






