25 March 2026, 12:33

Henkel warnt vor Kostenexplosion durch Rekord-Ölpreise und Lieferketten-Krise

Ein Kreisdiagramm, das den globalen Kunststoffmarkt von 2017 nach Branchen aufteilt, wobei die Abschnitte proportional zu ihrem Marktanteil bemessen sind und begleitender Text detaillierte branchenbezogene Daten und proyectierte Wachstumsraten enthält.

Henkel warnt vor Kostenexplosion durch Rekord-Ölpreise und Lieferketten-Krise

Henkel warnt vor steigenden Kosten durch hohe Ölpreise

Der Konzern Henkel hat davor gewarnt, dass die steigenden Ölpreise die Kosten entlang der gesamten Lieferkette in die Höhe treiben. Unternehmenschef Carsten Knobel betonte die Notwendigkeit von Preisanpassungen, um die durch die anhaltende Krise verursachten Mehrkosten auszugleichen.

Auslöser der Störungen ist die vom Iran geführte Blockade der Straße von Hormus, durch die rund 20 % des globalen Ölhandels zum Erliegen gekommen sind. Die Preise für die Nordsee-Sorte Brent sind auf fast 110 US-Dollar pro Barrel gestiegen – der höchste Stand seit 2022. Als Reaktion darauf hat die Internationale Energieagentur (IEA) 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven freigegeben, die größte Maßnahme dieser Art in der Geschichte.

Die Blockade hat die globalen Ölmärkte erschüttert: Allein im März 2026 schoss der Brent-Preis an einem einzigen Tag um 6 % nach oben. Dieser Anstieg treibt die Material-, Logistik- und Lieferkettenkosten für Unternehmen weltweit in die Höhe – darunter auch Henkel.

Der Konsumgüterriesen, zu dessen Marken Persil und Schwarzkopf gehören, ist auf erdölbasierte Rohstoffe für viele seiner Produkte angewiesen. Zwar ist Henkel nicht direkt in den Konflikt verwickelt, doch Lieferanten und Logistikpartner geben die höheren Kosten weiter. Das Unternehmen, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt, steht nun unter Druck, die Preise anzupassen.

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Henkels CEO hat deutlich gemacht, dass ein Aufschub von Preiserhöhungen dem Unternehmen schaden könnte. Stattdessen setzt der Konzern auf Produktqualität und Markentreue, um die höheren Kosten gegenüber den Kunden zu rechtfertigen. Im vergangenen Jahr erzielte Henkel einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro, wobei weniger als 20 % der Belegschaft in Deutschland beschäftigt sind.

Trotz der Herausforderungen hofft Henkel, dass sich die Krise nicht über das gesamte Jahr hinziehen wird. Die weitere Entwicklung hängt jedoch davon ab, wie schnell sich die globale Ölversorgung stabilisiert und die Handelsrouten wieder geöffnet werden.

Henkels Reaktion auf die Krise umfasst Preisanpassungen und den Fokus auf das Vertrauen der Kunden. Wie gut das Unternehmen die steigenden Kosten bewältigen kann, wird davon abhängen, wie lange die Ölpreise auf hohem Niveau bleiben. Bis auf Weiteres belastet die Blockade den Welthandel und stellt Unternehmen in allen Branchen vor große Herausforderungen.

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