Großrazzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche
Dimitri EigenwilligGroßrazzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche
Deutsche Behörden haben eine großangelegte Razzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Sicherheitsbranche gestartet. Die Zollfahndungsstelle für illegale Beschäftigung (FKS) leitet die bundesweite Aktion.
An der Kampagne sind alle Hauptzollämter in Deutschland beteiligt. Die Beamten prüfen, ob Unternehmen ihre Sozialabgaben ordnungsgemäß abführen und den Mindestlohn einhalten. Besonders im Fokus stehen Leiharbeitsverhältnisse, bei denen nicht angemeldete oder illegal beschäftigte Arbeitskräfte vermutet werden.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Sozialbetrug und der illegalen Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte. Die FKS führt zwar regelmäßig verstärkte Kontrollen in Risikobranchen durch, doch diese Operation zielt gezielt auf die Sicherheits- und Privatschutzbranche ab. Erste Ergebnisse der Razzia sollen noch in dieser Woche veröffentlicht werden.
Obwohl keine spezifischen Daten zu früheren Verurteilungen in der Sicherheitsbranche vorliegen, deckten bei einer ähnlichen bundesweiten Aktion im März 2026 rund 3.200 Zollbeamte Hundertfache Verstöße gegen Arbeitsgesetze auf. Damals wurden Baugewerbe, Gastronomie, Sicherheitsdienste und Logistik überprüft – exakte Zahlen allein für Sicherheitsfirmen wurden jedoch nicht bekannt gegeben.
Der Zoll spielt eine zentrale Rolle beim Schutz der Sozialsysteme und der öffentlichen Einnahmen. Durch die Durchsetzung fairer Arbeitsbedingungen will die Behörde wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen in allen Branchen sichern.
Die FKS-Aktion läuft weiter, während die Beamten die Einhaltung der Arbeitsgesetze überprüfen. Bei Verstößen drohen Unternehmen, die gegen rechtliche Vorgaben verstoßen, empfindliche Strafen. Die Ergebnisse der Kontrollwelle sollen ein klareres Bild über Schwarzarbeit in der Sicherheitsbranche liefern.






