FWG Bergisch Gladbach wählt neuen Vorstand und will Stadtausgaben streng prüfen
Dimitri EigenwilligFWG Bergisch Gladbach wählt neuen Vorstand und will Stadtausgaben streng prüfen
Die Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach (FWG) hat einen neuen Vorstand gewählt. Rainer Röhr übernimmt nun den Vorsitz und steigt damit aus seiner bisherigen Rolle als Fraktionsvorsitzender auf. Die Gruppe kündigte zudem an, die Ausgaben der Stadt künftig stärker unter die Lupe zu nehmen – vor dem Hintergrund wachsender Unzufriedenheit der Bürger über vermeintlich unnötige Kosten.
Zum neuen FWG-Vorstand gehören Sonja Förster, Deborah Pätsch, Brigitte Abel-Freitag, Christian Maimer und Martin Freitag. Willy Bartz wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden ernannt. Die Umbesetzung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Wählergemeinschaft ihr Image als bürgernahe Kraft stärken will.
Im März 2026 hatte die FWG gemeinsam mit der CDU Kostensenkungsvorschläge eingebracht, darunter die Reduzierung einer geplanten Grundsteuererhöhung und eine Deckelung der Personalkosten. Diese Initiativen standen im Widerspruch zu den Empfehlungen der Stadtverwaltung. Bisher sind jedoch keine eigenständigen Finanzanträge der FWG in der aktuellen Legislaturperiode dokumentiert.
Die Gruppe betont wiederholt die Notwendigkeit, übermäßige Ausgaben zu vermeiden, und warnt, dass ungelöste Haushaltsstreitigkeiten zu deutlichen Steuererhöhungen führen könnten. Zudem fordert sie, den 45-Millionen-Euro-Sonderfonds für Infrastrukturprojekte zügig und sinnvoll einzusetzen. Gleichzeitig kritisieren viele Bürger, was sie als überflüssige städtische Ausgaben wahrnehmen.
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Mit dem neuen Vorstand will die FWG ihre Kontrolle über die Finanzpolitik Bergisch Gladbachs verschärfen. Ihre Forderung nach Haushaltsdisziplin trifft auf breite Zustimmung bei Bürgern, die sich über steigende Kosten sorgen. Wie sich dieser Kurs auf künftige Ratsentscheidungen auswirken wird, bleibt abzuwarten.






