Frohnhausens Anwohner fordern Lösungen für Verkehr, Kitas und Spielplätze
Hans-Günther KlappFrohnhausens Anwohner fordern Lösungen für Verkehr, Kitas und Spielplätze
Rund 120 Anwohner trafen sich am 28. Januar 2026 in Frohnhausen zu einem Bürgerdialog mit Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zentrale Sorgen der Bewohner – von fehlenden Kinderbetreuungsplätzen bis hin zu Verkehrsproblemen – in einem der am dichtesten besiedelten Stadtteile Essens.
Frohnhausen, in dem etwa 33.400 Menschen leben, sieht sich trotz gut ausgebauter Gemeinschaftsdienste weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert. Mehr als ein Drittel der Einwohner besitzt einen doppelten oder keinen deutschen Pass, bei den Minderjährigen liegt dieser Anteil bei fast 58 Prozent. Der Stadtteil ist bekannt für seine gut organisierte Unterstützung von Migranten und aktive Jugendprogramme.
Während des Dialogs brachten die Anwohner mehrere drängende Themen zur Sprache. Viele kritisierten die unzureichenden Takte der Buslinie 145 und forderten Lösungen für die Verkehrsüberlastung auf der Gervinusstraße und der Adelkampstraße. Die seit Langem geforderte Fußgängerampel an der Berliner Straße fehlt weiterhin. Andere zeigten sich enttäuscht über die Schließung des Jugendzentrums in der Harkortstraße im benachbarten Holsterhausen.
Oberbürgermeister Kufen nahm die Anliegen zur Kenntnis und skizzierte Pläne zur Verbesserung der Situation. Er kündigte Investitionen in Spielplätze und Grünflächen an sowie Sanierungen und Maßnahmen zur Verkehrssicherheit. Zudem wurde eine neue Bring- und Holzone an der Cosmas-und-Damian-Schule bestätigt. Zwar soll das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren ausgebaut werden, doch die Nachfrage nach Plätzen für ältere Kinder übersteigt weiterhin das Angebot.
Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement und Bürgerbeteiligung in Frohnhausen. Kufen rief Sponsoren auf, lokale Spielplätze zu unterstützen, und betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen. Die angekündigten Maßnahmen sollen in den kommenden Monaten die Probleme im Bereich Verkehr, Kinderbetreuung und öffentlicher Raum angehen.






