28 April 2026, 00:37

Fritz Schramma verlässt CDU nach fast 50 Jahren und kritisiert Kölner Parteiführung

Logo der Vereinigten Christdemokraten (UCDP): eine Hand, die eine leuchtend gelbe Blume mit einem grünen Stiel und Blättern hält, zentriert innerhalb eines blauen und gelben Kreises auf einem weißen Hintergrund, mit dem Text "UCDP" in fetter schwarzer Schrift darunter.

Fritz Schramma verlässt CDU nach fast 50 Jahren und kritisiert Kölner Parteiführung

Nach fast fünf Jahrzehnten Mitgliedschaft hat Fritz Schramma die CDU verlassen. Der langjährige Politiker nannte tiefe Bedenken gegenüber dem Kölner Parteiverband als Grund für seinen Austritt. Dennoch betont er, den Kernwerten der Union sowie ihrer bundesweiten Arbeit weiterhin verbunden zu bleiben.

Schrammas Rückzug markiert das Ende einer Ära intensiven Engagements – sowohl in der Landes- als auch auf Bundesebene. Er lobte die aktuelle Ausrichtung der Partei unter dem Landesvorsitzenden Hendrik Wüst und dem Bundesvorsitzenden Friedrich Merz als "stark und prinzipienfest". Doch seine Kritik galt speziell der Kölner CDU, der er vorwirft, es an echter Führung zu mangeln.

Im Fokus seiner Vorwürfe stand die jüngste Umbesetzung von Fraktionsposten nach den Kommunalwahlen. Statt neuer Gesichter seien erneut dieselben Amtsinhaber berufen worden – ein Vorgehen, das Schramma als "stillstehend und ideenlos" bezeichnete. Zudem stellte er infrage, ob Serap Güler, Staatssekretärin für Integration, in Köln tatsächlich gestaltenden Einfluss ausübe. Hier ortete er eine Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Parteiführung.

In seiner Austrittserklärung präsentierte Schramma seinen Schritt als Appell an die jüngere Generation. Er forderte sie auf, Eigeninitiative zu ergreifen und die Zukunft der Partei aktiv mitzugestalten – mit der Warnung, dass Selbstzufriedenheit ihre gesellschaftliche Relevanz gefährden könnte.

Der Verlust eines erfahrenen Politikers wie Schramma legt innere Spannungen im Kölner CDU-Verband offen. Sein Aufruf zu Erneuerung setzt die lokale Führung unter Zugzwang, interne Konflikte anzugehen. Für die Partei bleibt es nun eine doppelte Herausforderung: sowohl seine Abwesenheit zu kompensieren als auch die von ihm aufgeworfenen grundsätzlichen Fragen zu beantworten.

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