25 June 2026, 08:20

FFF-Bündnis reformiert Pressevertrieb: Großhändler kämpfen um ihr Überleben

Grosso-Streit: Regionalgericht gibt Verlegern Recht

FFF-Bündnis reformiert Pressevertrieb: Großhändler kämpfen um ihr Überleben

Das FFF-Bündnis, ein Zusammenschluss großer deutscher Verlage, treibt seine Pläne zur Neugestaltung der Presseverteilung weiter voran. Ziel der Initiative ist es, die derzeit 13 regionalen Großhändler bis Ende 2026 durch einen zentralen Großhändler zu ersetzen. Das Bundeskartellamt hat vorerst auf eine Intervention verzichtet, nachdem die Verlage ihre Vorschläge überarbeitet hatten.

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Zu dem Bündnis zählen namhafte Unternehmen wie Axel Springer, die Bauer Media Group und die Süddeutsche Zeitung. Ihr Vorhaben sieht vor, die Presse-Grosso-Allianz (PGA) als einzigen nationalen Großhändler zu etablieren. Nur vier Firmen – 4Press, Qtrado, PVG und Trunk – sollen als „Systempartner“ fungieren, während andere zu reinen Logistikdienstleistern herabgestuft werden.

Widerstand kommt von Großhändlern wie Jost, Mietke, PGSW und Grossounion Nord. Diese Unternehmen wehren sich gerichtlich gegen die Kündigung ihrer Verträge durch die Verlage. Das Landgericht Dortmund wies kürzlich Eilanträge der Firmen PDG und Lütkemeyer ab, doch beide kündigten an, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, um die Umstrukturierung zu stoppen. Auch der Bundesverband Presse-Grosso plant, die Änderungen bis Sommer 2023 mit Klagen zu blockieren.

Das FFF-Bündnis setzt indes sein zentralisiertes Vertriebsmodell um. Die juristischen Auseinandersetzungen dauern an, während betroffene Großhändler um den Erhalt des bisherigen regionalen Systems kämpfen. Die aktuelle Untätigkeit des Bundeskartellamts ebnet zwar vorerst den Weg – doch richterliche Entscheidungen könnten das Ergebnis noch maßgeblich beeinflussen.

Quelle