10 April 2026, 12:33

Ferdinand Aßhoff legt Amt als Düren-Kreis-Kommissar nach Skandal und Sparstreit nieder

Detailreiches 18. Jahrhundert-Karte von Köln, Deutschland, zeigt Gebäude, Bäume und Text auf altem Papier.

Ferdinand Aßhoff legt Amt als Düren-Kreis-Kommissar nach Skandal und Sparstreit nieder

Ferdinand Aßhoff hat nun sein Amt als kommissarischer Vertreter des Kreises Düren niedergelegt. Sein Rücktritt folgt auf Monate der finanziellen Umstrukturierung und inneradministrativen Kontroversen. Die Verabschiedungsveranstaltung fand ohne den neu gewählten Landrat Ralf Nolten statt, der sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub befand.

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Aßhoff war unter ungewöhnlichen Umständen ins Amt gekommen. Der Kölner Regierungspräsident Thomas Wilk bezeichnete seine Ernennung zum staatlichen Kommissar für den Kreis Düren als beispiellos in der Region. Der Schritt erfolgte nach dem Schmuggel-Skandal um Wolfgang Spelthahn, der die Kreisverwaltung in eine tiefe Krise gestürzt hatte. Besonders belastend war die Situation für die Mitarbeiter, vor allem nach der Suspendierung des damaligen Landrats.

Während seiner Amtszeit setzte sich Aßhoff für Kostensenkungen und die Entlastung der Haushalte der kreisangehörigen Kommunen ein. Eine seiner umstrittensten Entscheidungen war der Vorstoß, Kita-Gebühren wieder einzuführen, was auf heftige Reaktionen stieß. Sein übergeordnetes Ziel bestand darin, die Finanzen des Kreises Düren neu auszurichten und weitere Belastungen für die Kommunalhaushalte zu verhindern.

Trotz seiner Bemühungen stießen Aßhoffs Sparmaßnahmen auf Kritik – auch von Seiten des neu gewählten Landrats Ralf Nolten, der sich zuvor gegen die Kürzungen ausgesprochen hatte. Nolten nahm nicht an der Verabschiedungsfeier teil, wobei offiziell bestätigt wurde, dass er sich im geplanten Urlaub befand.

Die Folgen der Schmuggelaffäre sind noch immer nicht vollständig aufgearbeitet. Der neu gewählte Kreistag muss sich nun mit den Nachwirkungen des Skandals befassen, der tiefe Spuren in der Verwaltung hinterlassen hat.

Aßhoffs Abgang markiert das Ende einer turbulenten Phase für den Kreis Düren. Der Rat übernimmt nun die volle Verantwortung für die Bewältigung der finanziellen und reputativen Altlasten. Die Auswirkungen seiner Politik, insbesondere die umstrittenen Änderungen bei den Kita-Gebühren, werden voraussichtlich auch künftige Entscheidungen prägen.

Quelle