18 April 2026, 22:30

Evonik-Chef Kullmann fordert radikale Reform des EU-Emissionshandels und kritisiert CBAM als wirkungslos

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die grünenhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030." zeigt.

Evonik-Chef fordert Abschaffung des Emissionshandels - Evonik-Chef Kullmann fordert radikale Reform des EU-Emissionshandels und kritisiert CBAM als wirkungslos

Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender von Evonik, fordert grundlegende Reformen des EU-Emissionshandels. Die aktuellen Regeln benachteiligten die europäische Industrie, so seine Kritik. Auch der geplante CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) sei in seinen Augen wirkungslos.

Das EU-Emissionshandelssystem begrenzt Treibhausgasemissionen und ermöglicht Unternehmen den Handel mit Zertifikaten. Kullmann hält dieses Modell jedoch für nicht mehr zeitgemäß – insbesondere angesichts von Konkurrenten in anderen Regionen, die von staatlichen Subventionen, günstigerer Energie und niedrigeren Rohstoffkosten profitierten.

Den CBAM bezeichnet er als "bürokratischen Trick ohne echte Wirkung". Der Mechanismus verhindere nicht, dass Europa weiterhin Waren aus Ländern mit höheren Emissionen importiere – eine Praxis, die er als "Umwelt-Dumping" kritisiert. Dadurch werde die wirtschaftliche Position des Kontinents weiter geschwächt.

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Seine Lösung: Entweder den Emissionshandel komplett abschaffen oder radikal reformieren. Ohne Veränderungen drohten europäische Unternehmen im globalen Wettbewerb zurückzufallen, warnt Kullmann.

Seine Forderungen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit mit der EU-Klimapolitik wider. Das aktuelle CO₂-Preis-System schade der Industrie, ohne unfaire Wettbewerbsbedingungen zu beseitigen, betont er. Die Debatte über eine Reform des Emissionshandels und des CBAM wird voraussichtlich an Fahrt aufnehmen.

Quelle