27 March 2026, 00:34

Erster Atommüll-Transport nach 28 Jahren löst massive Proteste aus

Große Gruppe von Menschen bei einer Straßen-demo gegen Atomkraft in Deutschland, mit Schildern und Fahnen, Fahrzeugen auf der rechten Seite, Gebäuden und Bäumen im Hintergrund und einem Bogen unter einem klaren Himmel.

Erster Atommüll-Transport nach 28 Jahren löst massive Proteste aus

Ein Castor-Behälter mit atomarem Abfall erreichte am Mittwochmorgen das Zwischenlager im nordrhein-westfälischen Ahaus. Es handelte sich um den ersten Transport dieser Art seit fast drei Jahrzehnten – und er löste entlang der Strecke Proteste aus. Polizei und Veranstalter arbeiteten gemeinsam daran, die großen Menschenmengen zu koordinieren, die sich gegen den Transport formierten.

Der Konvoi brach gegen 10 Uhr vom Forschungszentrum Jülich auf und legte ohne Zwischenfälle die rund 170 Kilometer zurück. Eine lange Kette von Demonstranten folgte dem Transport, die sich kilometerweit hinter dem Fahrzeugschutz erstreckte. Für die Absicherung des Einsatzes waren etwa 2.400 Beamte im Einsatz.

Hanna Poddig, eine der Organisatorinnen der Mahnwache, verhandelte mit der Polizei, um Protestierenden die Anreise mit dem Fahrrad zu ermöglichen. Sie forderte, dass keine weiteren Atommülltransporte stattfinden sollten, bis ein Endlager für die hochradioaktiven Abfälle gefunden sei. Die Anlage in Ahaus, etwa zwei Kilometer vom Ortskern entfernt, hatte vor fast genau 28 Jahren erstmals größere Lieferungen erhalten.

Die Landesbehörden rechnen mit einem "Gewöhnungseffekt" im Laufe der Zeit – künftig könnten bis zu drei Castor-Transporte gleichzeitig unterwegs sein. Dieser Transport war der erste von Jülich nach Ahaus; zwischen 151 und 152 Behälter warten noch in den kommenden Jahren auf ihren Abtransport.

Die Ankunft des Castor-Behälters löste umgehend Proteste aus, doch die Fahrt selbst verlief ohne Störungen. Da Dutzende weitere Transporte geplant sind, bleibt das Thema umstritten: Während der Staat auf schrittweise Anpassung setzt, fordern Gegner einen Stopp, bis eine dauerhafte Lösung für die Entsorgung des Atommülls gefunden ist.

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