03 April 2026, 02:30

Erbstreit um 30 Millionen: Carl Clemens Veltins scheitert vor Gericht

Ein abgegriffenes Buch mit gelbem Hintergrund und einem Stempel, auf dem der Text 'Drummond's State Lottery Office' steht.

Gericht lehnt Prozesskostenhilfe im Erbstreit der Veltins-Brauerei ab - Erbstreit um 30 Millionen: Carl Clemens Veltins scheitert vor Gericht

Carl Clemens Veltins scheitert mit Klage um 30-Millionen-Erbe der Veltins-Brauerei

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Der Rechtsstreit von Carl Clemens Veltins um ein 30 Millionen Euro schweres Erbe im Zusammenhang mit der Veltins-Brauerei ist gescheitert. Das Landgericht Arnsberg wies seine Klage im Juni ab und sprach ihm keinen Anspruch auf einen Teil des Nachlasses seiner Mutter zu. Nun lehnte auch das Oberlandesgericht Hamm seinen Antrag auf Prozesskostenhilfe für eine Berufung ab.

Der Konflikt entzündete sich, nachdem Veltins geltend gemacht hatte, ihm stehe ein angemessener Anteil am Erbe seiner Mutter zu. Zudem forderte er eine Entschädigung für ihre jahrzehntelange Führung der Brauerei. Allerdings hatte er kurz nach seinem 18. Geburtstag schriftlich auf sein gesetzliches Erbrecht verzichtet.

Das Landgericht Arnsberg entschied gegen ihn und bezifferte den strittigen Nachlass auf 30 Millionen Euro. Das Oberlandesgericht Hamm bestätigte diese Entscheidung später und sah keine Erfolgsaussichten für eine Berufung. Veltins bleibt nun eine Frist von zwei Wochen, um einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu stellen – andernfalls muss er die Berufungskosten selbst tragen.

Unterdessen floriert die Brauerei unter der Führung von CEO Sebastian Ströbele, der 2014 die Geschäftsführung übernahm. Seit einer Erbregelung zugunsten der Familie Schreurs im Jahr 1994 hat die Veltins-Brauerei ihre Produktion am Standort Meschede auf jährlich 3,2 Millionen Hektoliter ausgebaut. Durch Premium-Marketing, Sport-Sponsoring (unter anderem Partnerschaften mit der Bundesliga und dem DFB) sowie Exporte in über 40 Länder bis 2026 steigerte das Unternehmen seinen Marktanteil in Deutschland auf rund vier Prozent.

Die Gerichtsentscheidungen beenden damit einen langjährigen Rechtsstreit um das Veltins-Vermögen. Ohne Prozesskostenhilfe trägt Carl Clemens Veltins nun das finanzielle Risiko für weitere Klagen. Die Brauerei bleibt hingegen fest in Familienhand und setzt ihre Expansion auf dem Biermarkt fort.

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