05 April 2026, 08:28

Engelskirchen: Wo das Christkind seit 40 Jahren Kinderbriefe aus aller Welt beantwortet

Weihnachtsgrußkarte mit Stechpalme, roten Beeren und goldenen Glöckchen mit festlichem Text.

Engelskirchen: Wo das Christkind seit 40 Jahren Kinderbriefe aus aller Welt beantwortet

Seit vier Jahrzehnten schicken Kinder aus aller Welt Briefe an das Christkind nach Engelskirchen. Die kleine deutsche Stadt beherbergt das einzige Christkind-Postamt Nordrhein-Westfalens – und ist heute die beliebteste Adresse Deutschlands für weihnachtliche Wunschzettel. Jedes Jahr arbeiten ehrenamtliche Helfer unermüdlich daran, tausende Briefe bis Heiligabend zu beantworten.

Die Tradition begann vor 40 Jahren, und seitdem sind Millionen von Briefen aus der ganzen Welt eingetroffen. Kinder aus Japan, Malaysia, Australien, China und Indien schreiben gemeinsam mit europäischen Altersgenossen ihre Wünsche auf. Manche legen sogar kleine Geschenke wie Gummibärchen oder selbstgebackene Plätzchen bei.

Jährlich gehen bis zu 150.000 Briefe im Postamt von Engelskirchen ein. Ein Team von 20 Freiwilligen, liebevoll "himmlische Helfer" genannt, liest und beantwortet jeden einzelnen sorgfältig. Birgit Müller, die seit 35 Jahren mitwirkt, gehört zu denen, die dafür sorgen, dass kein Kind ohne Antwort bleibt. Für sehbehinderte Kinder verschickt das Postamt sogar Antworten in Brailleschrift.

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Die vorweihnachtliche Stimmung beschränkt sich nicht auf die Briefe: Am zweiten Adventswochenende findet der Engelskirchener Christkindmarkt statt, der Besucher aus der ganzen Region anzieht, um gemeinsam die Festtagszeit zu feiern. Zwar sind die genauen Zahlen unbekannt, doch die Flut der Briefe von hoffnungsvollen Kindern weltweit wird von Jahr zu Jahr größer.

Das Christkind-Postamt in Engelskirchen bleibt eine geliebte Tradition, die Kinder aus fernen Ländern durch eine persönliche Antwort verbindet. Dank jahrzehntelangen Engagements von Freiwilligen wie Birgit Müller erhält jeder Brief – ob in Tinte oder Brailleschrift – eine herzliche Antwort, bevor das Fest beginnt.

Quelle