15 March 2026, 20:41

Düsseldorfer Protest fordert härteres Vorgehen gegen Rechtsextremismus und AfD-Prüfung

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift 'Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus' vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Düsseldorfer Protest fordert härteres Vorgehen gegen Rechtsextremismus und AfD-Prüfung

Demonstration in Düsseldorf für härteres Vorgehen gegen Rechtsextremismus

Am Samstag, dem 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Kundgebung statt, die stärkeres Handeln gegen rechtsextreme Bestrebungen fordert. Unter dem Motto "UNTERSUCHEN!" soll der Druck auf das Bundesverfassungsgericht erhöht werden, Parteien mit extremistischen Bezügen zu prüfen. Ab 14:00 Uhr versammeln sich Unterstützer:innen vor dem nordrhein-westfälischen Landtag, um ihre Sorge über wachsende demokratiefeindliche Tendenzen in der Politik zum Ausdruck zu bringen.

Hinter der Demonstration steht der Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi), der Bürger:innen zur Teilnahme aufruft. Wer mitfahren möchte, kann sich um 12:33 Uhr am Gleis 1 des Bergisch Gladbacher Bahnhofs treffen, um gemeinsam zur Veranstaltung zu reisen.

Im Mittelpunkt der Proteste steht die Forderung, dass das Bundesverfassungsgericht alle Parteien überprüft, die als rechtsextrem eingestuft oder unter Extremismusverdacht stehen. Der Bundesrat könnte ein solches Verfahren mit einfacher Mehrheit einleiten – doch mehrere Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen, blockieren bisher eine entsprechende Initiative.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Alternative für Deutschland (AfD), die das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) im Mai 2025 als "gesicherten rechtsextremistischen Bestrebungszusammenhang" einstuft. Auch mehrere Landesverbände – Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt – wurden als extremistisch bestätigt. Die AfD hat gegen diese Einstufung geklagt. Im Februar 2026 setzte das Verwaltungsgericht Köln die Entscheidung vorläufig im Eilrechtsschutz aus; das Hauptverfahren läuft noch.

Die Demonstration fällt in eine Phase verschärfter Debatten über Extremismus in der deutschen Politik. Die Organisator:innen hoffen, mit der Kundgebung Druck auf die Politik auszuüben, endlich konsequent zu handeln. Das anstehende Urteil zur AfD-Einstufung könnte die politische Landschaft in den kommenden Monaten weiter prägen.

Quelle