Dortmund kämpft mit kreativen Aktionen gegen Lebensmittelverschwendung
Veronique HänelDortmund kämpft mit kreativen Aktionen gegen Lebensmittelverschwendung
Lokale Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung im Mittelpunkt von Dortmund
Letztes Wochenende stand in Dortmund eine lokale Initiative gegen Lebensmittelverschwendung im Fokus. Am Samstag, dem 27. September 2025, veranstaltete die Dortmunder Gruppe von foodsharing auf dem Friedensplatz – direkt vor dem Rathaus – eine Aktion. Die Organisatoren wollten das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung aufzeigen und gleichzeitig der Bevölkerung praktische Lösungen an die Hand geben.
Den Auftakt bildete eine eindrucksvolle Präsentation: Über fünf Tonnen geretteter Lebensmittel, darunter 400 Kisten mit Obst, Gemüse und Backwaren, wurden ausgestellt. Ehrenamtliche hatten die Ware an nur einem Tag gesammelt – ein Beweis dafür, wie viele genießbare Lebensmittel sonst im Müll landen. Dennis Görlich, Vorsitzender von foodsharing Dortmund e.V., gab zu, von der schieren Menge der geretteten Lebensmittel überrascht zu sein.
Besucher konnten an interaktiven Stationen mehr über den wahren Wert von Lebensmitteln erfahren und Tipps gegen Verschwendung im Haushalt mitnehmen. Ein „Smoothie-Fahrrad“ lud dazu ein, durch Treten eigene Drinks zu mixen – eine gelungene Kombination aus Spaß und Wissensvermittlung. Görlich äußerte später sein Bedauern, dass trotz der zentralen Lage vor dem Rathaus keine Vertreter aus Stadtrat oder Stadtverwaltung anwesend waren.
Zum Abschluss der Veranstaltung sorgten die Organisatoren dafür, dass nichts übrig blieb: In einer großen Verteilaktion füllten Gäste Tüten mit geretteten Lebensmitteln, um sie mit nach Hause zu nehmen. Unterstützt wurde die Aktion von der EDG Entsorgung Dortmund GmbH, die bei der logistischen Abwicklung half.
Die Veranstaltung war ein Erfolg: Sie sensibilisierte für das Thema und verteilte Lebensmittel, die sonst im Müll gelandet wären. Hunderte Besucher gingen mit geretteten Produkten nach Hause, während die Kampagne die Botschaft der Abfallvermeidung unterstrich. Die Organisatoren hoffen nun, dass die Initiative künftig mehr Engagement vonseiten der lokalen Politik auslöst.






