24 May 2026, 16:41

Deutsche Tischtennis-Helden zwischen Tradition und Neuaufbruch vor der EM

Erste EM für Deutschland ohne Boll in 20 Jahren

Deutsche Tischtennis-Helden zwischen Tradition und Neuaufbruch vor der EM

Die deutsche Herren-Tischtennismannschaft bereitet sich mit einer neuen Spielergeneration auf die Europameisterschaft in Zadar vor. Lange Zeit unangefochten an der Spitze, sieht sich das Team heute mit stärkerer Konkurrenz aus anderen Nationen konfrontiert. Im Trainingszentrum in Düsseldorf zeugen noch immer Medaillen und Fotos von den Triumphen der Ära Boll und Ovtcharov von vergangenen Erfolgstagen.

Das aktuelle Team wird von Benedikt Duda (31), Dang Qiu (28) und Patrick Franziska (33) angeführt. Ihre Weltranglistenplätze – 8, 14 und 15 – spiegeln den Wandel wider: Die Zeit, in der Deutschland den Tischtennissport dominierte, scheint vorbei. Im Trainingsraum hängt noch immer die letzte WM-Medaille von Timo Boll aus dem Jahr 2021 – eine Erinnerung an die hohen Maßstäbe, die es zu erfüllen gilt.

Sabine Winter, mittlerweile 32, hat ihr Spiel neu erfunden: Sie wechselte die Belagart ihres Schlägers und passte ihren Spielstil an. Bei den Frauen gilt die Junioren-Weltmeisterin Annett Kaufmann als größtes Talent. Trainiert wird das Team von Nationalcoach Tamara Boros, einer Kroatin, die 2003 als letzte Europäerin eine Einzelmedaille bei einer Weltmeisterschaft gewann.

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Deutschlands Palmarès ist beeindruckend: neun EM-Titel mit der Mannschaft, sechs WM-Finals und vier olympische Medaillen. Doch während andere Länder heute mit stärkeren Aufgeboten antreten, wächst der Druck, sich erneut an der Weltspitze zu behaupten.

Mit einer Mischung aus Erfahrung und jungem Talent geht die deutsche Mannschaft in die Europameisterschaft. Ihr Auftritt in Zadar wird zeigen, ob sie an die alte Dominanz anknüpfen kann. Der Schatten vergangener Erfolge ist lang – doch im Mittelpunkt steht die Frage, ob das aktuelle Team liefern kann.

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