Deutsch-polnische Beziehungen im Fokus: Ein politischer Abend in Bergisch Gladbach
Hiltrud BolnbachDeutsch-polnische Beziehungen im Fokus: Ein politischer Abend in Bergisch Gladbach
Ein politischer Abend zu deutsch-polnischen Beziehungen in Bergisch Gladbachs historischem Rathaus
In Bergisch Gladbachs historischem Rathaus fand ein politischer Abend zu den deutsch-polnischen Beziehungen statt. Die vom Förderverein der Städtepartnerschaft Pszczyna (Pless)–Bergisch Gladbach organisierte Veranstaltung lenkte den Blick auf die Komplexität der Diplomatie zwischen beiden Ländern. Professor Dieter Bingen hielt den Hauptvortrag und beleuchtete sowohl die historischen Verbindungen als auch die aktuellen Spannungen.
Der zweite politische Abend des Vereins stand unter dem Motto "Polen – unser naher und ferner Nachbar". In der festlichen Ratssitzungshalle referierte Dieter Bingen eine Stunde lang über die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen und die heutigen Herausforderungen. Dabei ging er auch auf die aktuelle Lage in der Ukraine ein und betonte die Notwendigkeit größerer "diplomatischer Finesse" im deutschen Umgang mit Polen.
Herbert Kurek, Schatzmeister des Vereins, hob die Bedeutung der Partnerschaft mit Pszczyna hervor. Er unterstrich, wie solche Kooperationen Vorurteile abbauen und das gegenseitige Verständnis fördern. Die 1993 geschlossene Städtepartnerschaft hat sich seitdem zu konkreten Projekten entwickelt – darunter ein internationales Kochabend gegen Rassismus am 18. März 2026, der gemeinsam mit der VHS Bergisch Gladbach organisiert wird.
Unter den Gästen befand sich Peter Graf von Hochberg, der 7. Fürst von Pless, der den Abenden eine historische Dimension verlieh. Auf den Vortrag folgte eine lebhafte Fragerunde, in der die Teilnehmer Fragen zu Diplomatie und kulturellem Austausch stellten. Der Abend klang bei einem Empfang mit Brezeln, Krakauer Würstchen und polnischem Bier aus, was die gesellige Atmosphäre unterstrich.
Die Veranstaltung unterstrich die Wichtigkeit des Dialogs zwischen Deutschland und Polen. Konkrete Projekte wie der Anti-Rassismus-Kochabend zeigen, wie Städtepartnerschaften kulturelle Gräben überwinden können. Der Verein setzt sich weiterhin für die Zusammenarbeit ein – weitere Initiativen sind geplant.






