Chaos bei Oberliga-Spiel: Hooligans stürmen Feld und stoppen Zugverkehr
Dimitri EigenwilligChaos bei Oberliga-Spiel: Hooligans stürmen Feld und stoppen Zugverkehr
Ein Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 eskalierte in Chaos, nachdem Hooligans das Spielfeld stürmten. Der Schiedsrichter brach die Partie nach wiederholten Störungen ab, darunter das Werfen von Böllern auf den Platz. Die Polizei griff ein, um Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Fangruppen zu verhindern, doch es kam dennoch zu gewalttätigen Ausschreitungen.
Die Unruhen begannen, als Heimfans Pyrotechnik zündeten und Gästefans Böller explodieren ließen. Der Schiedsrichter warnte, das Spiel bei weiteren Störungen abbrechen zu müssen. Trotz der Verwarnung flog ein weiterer Böller auf den Rasen, woraufhin der Unparteiische die Partie abbrach und Wattenscheid den Sieg zusprach.
Nach dem Spiel stürmten Hooligans aus Ahlen – unterstützt von Verbündeten aus Zwolle – das Feld und gerieten mit der Polizei aneinander. Ein Beamter erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange getroffen worden war. Etwa 40 Personen drangen anschließend auf nahegelegene Gleise vor, rissen Schottersteine heraus und verursachten eine vorübergehende Unterbrechung des Zugverkehrs.
Die Polizei konnte die verfeindeten Gruppen trennen und eine größere Konfrontation verhindern. Drei Anhänger aus Zwolle wurden festgenommen: Zwei Erwachsene wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, ein Minderjähriger kam in Schutzhaft. Die Behörden ermitteln mittlerweile wegen schwerer Landfriedensbrüche und Angriffe auf Polizeibeamte. Bisher wurden keine Verletzungen bei Unbeteiligten gemeldet.
Der Vorfall zählt zu nur zwei dokumentierten Fällen schwerer Hooligan-Gewalt bei deutschen Fußballspielen im März 2026. Die Ermittlungen dauern an, während die Polizei die Ausschreitungen und die angerichteten Schäden aufarbeitet. Das abgebrochene Spiel ist ein weiterer Beleg für die zunehmenden Spielunterbrechungen im Amateurfußball aufgrund von Fanausschreitungen.






