Buchhandlung "Golden Shop" in Bremen mit provokantem Relaunch und Verfassungsschutz-Merch
Hans-Günther KlappBuchhandlung "Golden Shop" in Bremen mit provokantem Relaunch und Verfassungsschutz-Merch
Buchhandlung „Golden Shop“ in Bremen mit auffälligem Relaunch
Die Bremer Buchhandlung „Golden Shop“ hat ein markantes Redesign erhalten. Ein riesiges Porträt von Kulturminister Wolfram Weimer prangt nun im Schaufenster, begleitet von Zitaten, die er persönlich für die Fassade verfasst hat. Die Umgestaltung folgt auf eine jüngste Kontroverse um den früheren Slogan des Ladens und dessen politische Einordnung.
Ursprünglich sollte die Buchhandlung vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026 ausgeschlossen werden. Kulturminister Wolfram Weimer hatte an dieser Entscheidung mitgewirkt – unter anderem wegen des umstrittenen Spruchs „Deutschland verrecke bitte“. Noch vor Ausbruch der Debatte war der Laden als „herausragende Buchhandlung“ für eine Prämie von 15.000 Euro vorgesehen gewesen.
Erst kürzlich brachten sechs Personen ein großes Stofftransparent an der Giebelwand des Gebäudes an. Das neue Design ersetzt den alten Slogan durch Zitate Weimers, die allesamt verfassungskonform sind. Zudem verkauft der Laden nun Tassen mit dem Aufdruck: „Golden Shop – Empfohlen vom Verfassungsschutz“.
Inhaberin Ausma Zvidrina betonte, dass die Buchhandlung keine Bücher Weimers im Sortiment führe. Auf die Frage, ob sich der Laden mit dem Relaunch offiziell von linksextremen Positionen distanziere, antwortete sie mit Lachen. Ein ausgehängtes Zertifikat erklärt den „Golden Shop“ zur „besten Buchhandlung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“.
Das neue Erscheinungsbild der Buchhandlung spiegelt einen Wandel ihres öffentlichen Images wider. Zu den Änderungen zählen Weimers abgesegnete Zitate sowie thematisches Merchandising. Der Laden bleibt unter Beobachtung – seine überarbeitete Markenführung entspricht nun verfassungsgemäßen Werten.






