Bayer setzt auf neue Finanzchefin und Durchbruch bei Diabetes-Medikament
Dimitri EigenwilligBayer setzt auf neue Finanzchefin und Durchbruch bei Diabetes-Medikament
Bayer kündigt diese Woche zwei bedeutende Entwicklungen an: Eine neue Finanzvorständin übernimmt 2026 das Amt, während vielversprechende klinische Studien mit einem Wirkstoff neue Hoffnung für Patienten mit Typ-1-Diabetes und Nierenerkrankungen wecken. Die Aktie des Konzerns bleibt jedoch weiterhin unter Druck.
Dr. Judith Hartmann, 53, wird am 1. März 2026 in den Vorstand von Bayer eintreten, um sich auf ihre Rolle als Finanzchefin vorzubereiten. Offiziell übernimmt sie die Position der Finanzvorständin (CFO) am 1. Juni 2026. Hartmann bringt jahrzehntelange Erfahrung aus Führungspositionen bei ENGIE, Bertelsmann, General Electric und The Walt Disney Company mit. Aktuell sitzt sie in den Aufsichtsräten von Marsh McLennan, Ørsted und Suez.
Unterdessen zeigt Bayers experimenteller Wirkstoff Finerenon in klinischen Studien überzeugende Ergebnisse. Das unter dem Namen Kerendia vermarktete Medikament erreichte in der FINE-ONE-Studie sein primäres Ziel: Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes und chronischer Nierenerkrankung verringerte sich der Albumin-Kreatinin-Quotient im Urin nach sechs Monaten um 25 Prozent im Vergleich zu einem Placebo.
Der Konzern verzeichnete für 2024 einen Umsatz von 46,6 Milliarden Euro, davon flossen 6,2 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Bayer beschäftigt weltweit rund 93.000 Mitarbeiter. Trotz dieser Zahlen bleibt die Aktie unter Druck: In dieser Woche gab sie im XETRA-Handel um 0,34 Prozent auf 26,34 Euro nach.
Die Berufung Hartmanns und die positiven Studienergebnisse zu Finerenon könnten die Zukunft Bayers prägen. Der Erfolg des Medikaments könnte neue Behandlungsmöglichkeiten für diabetische Nierenerkrankungen eröffnen. Doch die Aktie notiert weiterhin nahe ihren jüngsten Tiefstständen – die Märkte warten auf stärkere Impulse.






