13 March 2026, 22:37

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf alter Deponie

Eine Luftaufnahme eines Solarparks mit zahlreichen Solarmodulen auf einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Wasser und einer nahen Bahntrasse.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf alter Deponie

Ausgediente Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk

Eine stillgelegte Mülldeponie in Ahaus-Alstätte soll bald ein großes Solarpark-Projekt beherbergen. Der Kreis Borken hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, das den alten Abfallstandort in ein Zentrum für erneuerbare Energien verwandeln wird. Die Deponie, die gemeinsam dem Kreis und der Stadt Ahaus gehört, erhält damit nach Jahren der Nichtnutzung eine neue Bestimmung.

Die Westmünsterland Abfallwirtschaftsgesellschaft (WMA) wird das 1,6-Millionen-Euro-Projekt leiten. Trotz des unebenen Geländes – die Deponie sackt noch immer nach jahrzehntelanger Abfallablagerung ab – eignet sich der Standort ideal für Solarmodule. Damit die Anlage staatliche Fördergelder erhält, muss sie bis Mitte 2025 vollständig in Betrieb sein.

Neben der Erzeugung sauberer Energie könnte der Solarpark auch als Speicher für überschüssigen Windstrom dienen. Diese Doppelnutzung würde das lokale Stromnetz stabilisieren und erneuerbare Ressourcen effizienter nutzen. Zudem könnten die Betriebskosten der Deponie sinken, was langfristig die Abfallgebühren für die Anwohner verringern könnte.

In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits ähnliche Projekte. Seit 2021 wurden drei weitere große Solarparks auf ehemaligen Deponien realisiert oder geplant: eine 20-Megawatt-Anlage in Marl (fertiggestellt 2023), ein 15-Megawatt-Park in Krefeld (für 2024 vorgesehen) und eine 25-Megawatt-Anlage in Düsseldorf (im Bau für 2025).

Der Solarpark in Ahaus-Alstätte wird nicht nur eine brachliegende Deponie neu nutzen, sondern auch die Kapazitäten für erneuerbare Energien in der Region ausbauen. Bei termingerechter Fertigstellung könnte er die Kosten für die lokalen Steuerzahler senken und die Klimaziele der Region unterstützen. Das Projekt folgt einem wachsenden Trend, aus alten Müllstandorten nachhaltige Energiequellen zu machen.

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