17 June 2026, 17:09

ARD wagt mit neuem Games Network den Sprung in die digitale Spielewelt

ARD spielt auf: Rundfunkgebühr fünft gaming-Offensive

ARD wagt mit neuem Games Network den Sprung in die digitale Spielewelt

Die ARD hat ein neues Netzwerk gestartet, um ihre Präsenz im Gaming-Bereich auszubauen. Das sogenannte ARD Games Network soll vor allem jüngere Zielgruppen über digitale Plattformen erreichen. Kritiker hinterfragen jedoch, ob dies zum Auftrag öffentlich-rechtlicher Sender gehört.

Fast 50 Millionen Menschen in Deutschland spielen regelmäßig digitale Spiele. Die ARD sieht darin eine Chance, neue Formate zu erkunden und über klassische Medien hinaus mit dem Publikum in Kontakt zu treten. Einige ihrer Landesrundfunkanstalten, wie etwa der SWR, haben bereits erste Schritte in die Gaming-Welt gewagt – etwa mit Titeln wie Tatort Game oder Nachrichtenmacher.

Auf der diesjährigen Gamescom präsentierte der Sender ein Spiel für die Plattform Roblox. Das ARD Games Network wird künftig die Aktivitäten in vier zentralen Bereichen bündeln: Strategie, Community, Kultur und Wachstum. SWR-Intendant Kai Gniffke hat öffentlich das Potenzial digitaler Spiele für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk betont.

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Noch muss die ARD jedoch nachweisen, dass ihre Gaming-Pläne mit ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag vereinbar sind. Diese Verantwortung liegt beim Sender selbst, während er die Initiative vorantreibt. Das Netzwerk fasst bestehende und künftige Gaming-Projekte unter einem Dach zusammen und unterstreicht damit den klaren Vorstoß der ARD, sich der digitalen Kultur zu öffnen. Gleichzeitig wird der Sender die Bedenken über seine Rolle in diesem wachsenden Bereich ausräumen müssen.

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