17 June 2026, 18:14

Albaniens umstrittenes Milliardenprojekt im Wildfluss-Delta spaltet Umweltaktivisten und Politik

Die Kushner-Israel-Verbindung hinter der 'Flamingo-Revolution' in Albanien

Albaniens umstrittenes Milliardenprojekt im Wildfluss-Delta spaltet Umweltaktivisten und Politik

Albanien hat zugesagt, Friedenssoldaten in den Gazastreifen zu entsenden – als Teil der von den USA geführten Initiative „Rat für Frieden“, die vom früheren US-Präsidenten Donald Trump unterstützt wird. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der das Land seine Beziehungen zu amerikanischen Investoren ausbaut, darunter Jared Kushner, dessen Firma ein großes Resort-Projekt in einem geschützten Delta plant.

Der albanische Ministerpräsident Edi Rama hat einem mit Kushner verbundenen Unternehmen den Status eines „strategischen Investors“ verliehen. Damit umgeht das Vorhaben Umweltprüfungen für ein Milliardenprojekt auf einer Insel im Vjosa-Narta-Delta, Europas erstem Nationalpark für Wildflüsse. Die Region ist Lebensraum seltener Flamingos, Pelikane und Schildkrötenbrutstätten.

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Gegen das Projekt formierte sich Widerstand: Demonstranten schwenkten bei Protesten pinkfarbene Flamingo-Ausschnitte – die Bewegung wurde als „Flamingo-Revolution“ bekannt. Rama warf dem Iran vor, die Unruhen zu schüren, und behauptete, Teheran stehe hinter Cyberangriffen. Albanien beherbergt bereits Tausende Mitglieder der Volksmudschaheddin (Mojahedin-e-Khalq), einer iranischen Exilgruppe, die sich gegen die Regierung in Teheran stellt.

Kushners Investmentfirma Affinity Partners zielt darauf ab, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten zu stärken. Unterdessen äußert die EU Bedenken wegen Korruption und schwacher Rechtsstaatlichkeit in Albanien, das um einen Beitritt zum Block wirbt.

Das Resort-Projekt und Albaniens Beteiligung an der Friedensmission im Gazastreifen unterstreichen die sich wandelnden Bündnisse des Landes. Die beschleunigte Genehmigung des Vorhabens hat Umweltproteste und diplomatische Spannungen ausgelöst. Die EU beobachtet weiterhin die Reformfortschritte des Landes, während die Beitrittsverhandlungen laufen.

Quelle