30 March 2026, 14:37

340 Aviapartner-Mitarbeiter kehren für würdevollen Abschied an den Düsseldorfer Flughafen zurück

Eine große Gruppe von Menschen sitzt und steht in einem Flughafen während einer Protestaktion, mit Gepäck und Papieren in Sicht, während Anzeigetafeln, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenleuchten im Hintergrund zu sehen sind.

340 Aviapartner-Mitarbeiter kehren für würdevollen Abschied an den Düsseldorfer Flughafen zurück

Rund 340 ehemalige Mitarbeiter des Dienstleisters Aviapartner werden am 19. November zum Flughafen Düsseldorf zurückkehren, um das Ende ihrer langjährigen Tätigkeit würdevoll zu begehen. Mit der Aktion wollen sie fast 25 Jahre Bodenabfertigung einen angemessenen Abschluss geben – nach dem plötzlichen Zusammenbruch des Unternehmens. Die Initiative steht im Zusammenhang mit Kritik an der Art und Weise, wie Flughafen und Behörden den Übergang gestaltet haben.

Die Aviapartner Düsseldorf GmbH & Co. KG beschäftigte einst 340 Mitarbeiter am Flughafen, bevor das Unternehmen geschlossen wurde. Der Kollaps ließ viele erfahrene Kräfte ohne Arbeit zurück, obwohl sie jahrelang für reibungslose Abläufe gesorgt hatten. Andrej Bill, Gewerkschaftssekretär bei ver.di, betonte, dass die Krise auf politische Entscheidungen und nicht auf Versagen der Belegschaft zurückzuführen sei.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) übt scharfe Kritik an den Vergabepraktiken des Flughafens Düsseldorf. Sie wirft dem Flughafen vor, dass durch Änderungen im Jahr 2023 Unternehmen ohne eigene lokale Belegschaft Aufträge für die Bodenabfertigung erhalten hätten. Zudem kündigte die Gewerkschaft für Dezember eine Jobmesse für die ehemaligen Aviapartner-Mitarbeiter an, nachdem der Flughafen eine solche abgelehnt hatte.

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Der Flughafen Düsseldorf verteidigte sein Vorgehen und erklärte, dass die zuvor von Aviapartner betreuten Flüge nun zuverlässig von der AAS abgewickelt würden – ohne Beeinträchtigungen für die Passagiere. Zudem verwies er darauf, dass die Zulassungsentscheidungen vom Verkehrsministerium NRW nach bundesweiten Vorgaben getroffen worden seien und nicht in der Verantwortung des Flughafens lägen. Zwar räumten die Verantwortlichen die schwierige Situation der Beschäftigten ein, begründeten ihr Handeln jedoch mit strengen rechtlichen Vorgaben.

Die Zusammenkunft am 19. November soll den ehemaligen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich von Kollegen und dem Arbeitsplatz zu verabschieden. Die Aktion unterstreicht zugleich die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit und der Vergabepraxis im Bereich der Flughafen-Bodenabfertigung. Unterdessen setzt sich ver.di weiterhin für eine bessere Unterstützung der von der Schließung Betroffenen ein.

Quelle